Buchcover „Dagny oder ein Fest der Liebe“ von Zurab Karumidze (Foto: Buchverlag)

Zurab Karumidz in Literatur im Gespräch

  07.11.2018 | 11:41 Uhr

Zurab Karumidze, einer der bekanntesten Autoren Georgiens, spricht in "Literatur im Gespräch" über seinen Roman "Dagny oder Ein Fest der Liebe". Zu hören am Dienstag, 13. November, ab 20.04 Uhr auf SR 2 KulturRadio.

Dagny Juel, Karumidzes Romanfigur, hat es wirklich gegeben: Die Norwegerin, Modell und Muse von Edvard Munch und August Strindberg, zentrale Figur der Berliner Bohemiens, wurde am 4. Juni 1901 in Tiflis von einem nicht erhörten Liebhaber erschossen. Sich selbst erschoss der dann auch. Am 8. Juni 1901, ihrem 34. Geburtstag, wurde Dagny in Tiflis beerdigt. Soviel zur Rahmenhandlung. Doch Zurab Karumidzes Roman beschreibt noch mehr: Der georgische Mystiker Georges Gurdjieff und der Volksdichter Wascha-Pschawela treten auf. Weiter ein sprechender Rabe vom Saturn, der Maler Niko Pirosmani, ein tibetanischer Schamane, August Strindberg, Albert Schweitzer und viele andere. Sie alle sind beteiligt an einem "Fest der Liebe", das dann gründlich schiefgeht, weil sich der junge Revolutionär Koba einmischt, der ein Auge auf Dagny geworfen hat. Er wird später als Josef Stalin in die Geschichte eingehen.

Der Autor

Zurab Karumidze, geboren 1957, ist einer der bekanntesten Autoren Georgiens. Sein Werk umfasst Romane, Kurzgeschichtensammlungen und Novellen. Zurab Karumidze lebt in Tiflis und ist als außenpolitischer Berater der georgischen Regierung tätig. Sein Roman "Dagny oder ein Fest der Liebe" erschien 2011 in Tiflis. Der Autor schreibt auf Englisch.

Wir senden den Mitschnitt der Lesung vom 15. Oktober dieses Jahres im Saarländischen Künstlerhaus. Zu hören, am kommenden Dienstag, 13. November, um 20.04 Uhr, auf SR 2 KulturRadio.

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