Olivier Guez: "Das Verschwinden des Josef Mengele" (Foto: Aufbau-Verlag)

Olivier Guez in Literatur im Gespräch

  17.10.2018 | 10:08 Uhr

Olivier Guezs Tatsachenroman "Das Verschwinden des Josef Mengele" erzählt von der Flucht des Auschwitz-Lagerarztes vor der Justiz in Deutschland nach Südamerika. Zu hören, am kommenden Dienstag, 23. OKtober, um 20.04 Uhr in "Literatur im Gespräch" auf SR 2 KulturRadio.

1949 flüchtet Josef Mengele, der bestialische Lagerarzt von Auschwitz, nach Argentinien. In Buenos Aires trifft er auf ein dichtes Netzwerk aus Unterstützern, unter ihnen Präsident Juan Domingo Perón persönlich, und baut sich Stück für Stück eine neue Existenz auf. Der Mossad, der Nazi-Jäger Simon Wiesenthal und Generalstaatsanwalt Fritz Bauer nehmen die Verfolgung auf. Mengele rettet sich von einem Versteck ins nächste, lebt isoliert und wird finanziell von seiner Familie in Günzburg unterstützt. Erst 1979, nach dreißig Jahren Flucht, findet man die Leiche von Josef Mengele an einem brasilianischen Strand. Dieser preisgekrönte Tatsachenroman von Olivier Guez, der in Frankreich zum Besteller wurde, liest sich wie ein Politthriller und wahrt zugleich die notwendige Distanz.

Olivier Guez, 1974 in Straßburg geboren, ist Autor und Journalist. Er arbeitete unter anderem für Le Monde, die New York Times und die Frankfurter Allgemeine Zeitung. Für das Drehbuch von "Der Staat gegen Fritz Bauer" erhielt er den deutschen Filmpreis. Olivier Guez lebt in Paris.

Am kommenden Dienstag, 23. Oktober, um 20.04 Uhr auf SR 2 KulturRadio.
Aufnahme vom 26. September in der Orangerie Blieskastel.

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