IlijaTrojanow - Nach der Flucht (Foto: S. Fischer)

Ilija Trojanow in Literatur im Gespräch

  10.10.2018 | 10:40 Uhr

"Es gibt ein Leben nach der Flucht, doch die Flucht wirkt fort, ein Leben lang." So heißt es in Ilija Trojanows Buch "Nach der Flucht". Ausgehend von seinen eigenen Erlebnissen, schafft der Autor einen Text von überzeitlicher Gültigkeit, der die aktuelle Lage Geflüchteter genauso reflektiert wie Fluchtgeschichten der Vergangenheit. Mehr dazu am Dienstag, 16. Oktober, um 20.04 Uhr auf SR 2 KulturRadio.

Entstanden ist ein Buch, das in kurzen Sätzen erzählt, ein Schreiben in Fragmenten, denn der Autor bezweifelt, „dass es überhaupt eine bestimmte Sprache geben kann, wie wir über Flucht reden“. Das Schreiben darüber wird zur vorläufigen Form, steht zur Debatte. Zu keinem seiner Bücher hat Ilija Trojanow bislang so viele Zuschriften bekommen wie zu „Nach der Flucht“.

Der Autor

Ilija Trojanow, geboren 1965 in Bulgarien, ist Schriftsteller, Übersetzer und Verleger. 1971 floh er mit seinen Eltern nach Deutschland, ein Erlebnis, das ihn und sein Schreiben bis heute prägt. Lange Reisen führten ihn nach Afrika und Indien, es entstanden Bücher und Reportagen unter anderem für den Hanser Verlag, die FAZ oder die NZZ. 2006 wurde sein Roman „Der Weltensammler“ mit dem Preis der Leipziger Buchmesse ausgezeichnet. Seine Werke wurden vielfach ausgezeichnet und in 30 Sprachen übersetzt.

Am 21. Juni 2018 hat Ilija Trojanow die Rede an die saarländischen Abiturientinnen und Abiturienten im Saarland Museum gehalten. Am Vorabend las er in der Unionstiftung in Saarbrücken aus „Nach der Flucht“.

Wir senden den Mitschnitt der Lesung und der anschließenden Diskussion vom 20. Juni 2018 in der Unionstiftung.
Am kommenden Dienstag, 16. Oktober, 20.04 Uhr auf SR 2 KulturRadio.

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