Heiner Flassbeck - Das Euro-Desaster (Foto: Westend-Verlag)

Fragen an den Autor mit Heiner Flassbeck

  30.07.2018 | 09:44 Uhr

Der renommierte Autor Heiner Flassbeck ist zu seinem Werk "Das Euro-Desaster. Wie deutsche Wirtschaftspolitik die Euro-Zone in den Abgrund treibt" am Sonntag, 5. August, 9.04 Uhr, in "Fragen an den Autor" auf SR 2 KulturRadio zu Gast.

Die Einlassungen von gewissen deutschen (Regional-) Parteien, die die Flüchtlingskrise fortwährend als das wichtigste europäische Problem hinstellen, können nicht darüber hinwegtäuschen: Auch im wirtschaftlichen Bereich läuft es alles andere als rund – auch wenn man sich zwischenzeitlich fast schon daran gewöhnt hat, dass der Euro in einer tiefen Krise steckt.

Gefährdete Währungsunion?

Heiner Flassbeck meint, der Fortbestand der Währungsunion sei immer noch gefährdet. Deutschland verweigert seiner Ansicht nach die Einsicht, dass es selbst eine große Mitschuld an all den Problemen hat: Schließlich sei es die Eurogruppe unter der Führung Deutschlands, die für eine „unnötige Verlängerung der Krise“ verantwortlich sei. Austeritätspolitik und Arbeitsmarktflexibilisierung hätten die Krise vertieft und verlängert. Dass man gleichzeitig so genannte „Krisenländer“ wie Griechenland, Portugal und Spanien als Schuldige an den Pranger stellt, löse das Problem nicht.

Der Autor

Heiner Flassbeck arbeitete von 2000 bis 2012 bei den Vereinten Nationen in Genf und war dort als Direktor zuständig für Globalisierung und Entwicklung. Zuvor war er Staatssekretär im Bundesministerium für Finanzen. 2005 wurde Flassbeck von der Hamburger Universität zum Honorar-Professor für Wirtschaft und Politik ernannt.

Moderation Kai Schmieding, Anrufe in der Sendung: 068/65100 und E-Mail fragen-an-den-autor@sr.de.

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