Patrick Franziska vom 1. FC Saarbrücken Tischtennis spielt am 15.12.2020 im Viertelfinale der Champions League. (Foto: picture alliance/dpa/Marius Becker)

2020 – für den FCS TT eine Achterbahnfahrt

Stefan Hauch / Onlinefassung: Axel Wagner   30.12.2020 | 12:43 Uhr

Der 1. FC Saarbrücken Tischtennis hat im zu Ende gehenden Jahr ein turbulentes Auf und Ab erlebt. Vom Titelgewinn ging es in die Zwangspause, danach ins Finale der Champions League und mit einem Fehlstart neue Saison. Ein Rückblick.

Was für ein Jahr für den 1. FCS TT: Titelgewinn in der Bundesliga, Unterbrechung der Saison wegen Corona-Neustart, Abbruch der Champions-League-Saison. Neustart der Champions League, dann Finalniederlage gegen Düsseldorf. Dazu ein misslungener Start in die neue Bundesliga-Saison – für Patrick Franziska eine Achterbahnfahrt.

„Wir sind auch wirklich stolz auf uns, dass wir so weit gekommen sind.“
Das Jahr 2020 beim 1. FC Saarbrücken Tischtennis
Audio [SR 3, Stefan Hauch, 30.12.2020, Länge: 02:27 Min.]
Das Jahr 2020 beim 1. FC Saarbrücken Tischtennis

„Wie wir in die Saison rein gestartet sind, da hätte keiner mit einem zweiten Platz in der Champions League gerechnet“, so der FCS-TT-Kapitän. „Wir sind auch wirklich stolz auf uns, dass wir so weit gekommen sind. Und ich meine, Zweiter in Europa, ist auch nicht so schlecht. Da kann man auf jeden Fall darauf aufbauen.“

Zuletzt: das Finale in der Champions League. Sechs Monate davor: das Bundesliga-Finale mit dem erstmaligen Titelgewinn gegen Ochsenhausen, Patrick Franziska mit dem wichtigen Sieg gegen Hugo Calderano. „Ich habe einfach ‚Augen zu und durch‘ das Ding durchgeblasen“, sagt Franziska. „Und da habe ich mir gedacht: Jetzt holst Du Dir auch den letzten Punkt. So war es das ganze Spiel über. Ich habe irgendwie immer geführt, habe dann die Sätze teilweise nicht nach Hause bekommen. Aber im letzten Satz, da war ich mir dann felsenfest sicher, dass ich mir das Ding hole.“

Perfekter Tag

14. Juni 2020, der Finaltag in Frankfurt gegen den amtierenden Meister Ochsenhausen. Alles ohne Zuschauer. Er habe sehr schlecht geschlafen, sei aufgeregt und nervös gewesen, erinnert sich Franziska. „Das war, glaube ich, der perfekte Tag für uns. Shang Kun hat einen super Tag erwischt.“

Nach der Sommerpause folgte dann, ohne die eingeplanten Olympischen Spiele, der Start in die neue Bundesliga-Saison – und der 1. FCS schwächelt. Bis November verliert das Team mehr Spiele als in der gesamten Saison davor, ist in der Tabelle nicht mehr unter den ersten Vier.

Schwacher Start

„Da fängt irgendwann der Kopf an mitzuspielen, und man denkt sich: Warum kriege ich diese Dinger nicht nach Hause?“, so Franziska. „Aber jetzt nach der China-Pause, denke, haben wir einen ganz guten Cut geschafft. Wir sind wieder mit neuem Selbstvertrauen reingekommen, und jetzt gewinnen wir eben auch die knappen Spiele.“

Die Mannschaft kommt wieder zurück, siegt in der Liga gegen Rekordmeister Düsseldorf. Dann steht sie im Champions-League-Finale, wieder auf einem Playoff-Platz, und muss nur zwei Tage danach wieder in der Bundesliga ran.

Franziska will nun „nochmal alles reinlegen“. „Dann hoffen wir, dass wir 2021 in die Playoffs einziehen können, und dann wollen wir natürlich auch versuchen, den Titel Deutscher Meister nochmal ins Saarland zu holen.“

Über dieses Thema hat auch die SR3 Region am Mittag vom 30.12.2020 berichtet.

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