Grüner Knollenblätterpilz  (Foto: picture alliance / Bernd Wüstneck/Zentralbild/dpa)

Worauf man beim Pilzesammeln achten sollte

  11.10.2021 | 09:40 Uhr

Ideale Temperaturen und ausreichend Regen: Für Pilzfreunde im Saarland ist derzeit Hochsaison. Neben den genießbaren Sorten sprießen aber auch viele gefährliche Arten aus dem Boden. Wer auf Nummer sicher gehen will, kann sich kostenlos Rat bei einem der Pilzsachverständigen im Saarland holen.

Feuchte Witterung und vergleichsweise milde Temperaturen - für Pilze sind das optimale Bedingungen.

Hohe Verwechslungsgefahr zwischen Speise- und Giftpilz

Unter diesen Bedingungen gedeihen alle herbsttypischen Pilze wie Champignons oder Steinpilze. Allerdings findet man auch sehr viele gefährliche Fliegenpilze und Knollenblätterpilze. Und die Verwechslungsgefahr ist teilweise sehr hoch. Der hochgiftige grüne Knollenblätterpilz sieht dem genießbaren Champignon etwa täuschend ähnlich.

Giftige Pilze

Worauf man beim Pilzesammeln achten sollte
Audio [SR 3, Studiogespräch: Christian Job / Simin Sadeghi, 11.10.2021, Länge: 04:24 Min.]
Worauf man beim Pilzesammeln achten sollte

Grundsätzlich sollten nur Pilze gesammelt werden, die man ganz sicher bestimmen könne. Experten raten dringend davon ab, sich bei der Bestimmung auf digitale Medien wie Apps zu verlassen. Außerdem sollten nur ausgewachsene Pilze von guter Qualität gesammelt werden. Bei kleinen Pilzen sei die Verwechslungsgefahr besonders groß.

Kostenlose Pilzkontrolle durch Sachverständige

Im gesamten Saarland gibt es anerkannte Pilzsachverständige, die bei der Pilzbestimmung helfen. Eine Übersicht mit Adressen und Telefonnummern gibt es auf der Seite der Deutschen Gesellschaft für Mykologie.

Gitftnotruf: 06841 - 19 240

Manche Pilze können zu lebensgefährlichen Vergiftungen führen. Erste Symptome wie häufiges Erbrechen und Übelkeit zeigen sich aber oft erst Stunden später. Beim Verdacht auf eine Pilzvergiftung sollte direkt der Giftnotruf verständigt werden (Telefon: 06841 - 19240). Die Experten raten auch, die gesammelten Pilze vorm Verzehr zu fotografieren. Das kann bei einer Vergiftung hilfreich sein, den verantwortlichen Pilz und damit auch das entsprechende Gift schneller zu identifizieren.


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Es ist Herbst und in den Wäldern sprießen die Pilze aus dem Boden. Doch wer sie sammeln will, sollte sich gut auskennen. Gumo-Mobil-Reporterin Simin Sadeghi hat sich deshalb zur Sicherheit Oliver Buchholz mitgenommen. Zusammen sind sie im Lebacher Krankenhauswald auf "Pilze-Pirsch" gewesen.

Ein Thema auch in den "Bunten Funkminuten" vom 11.10.2021 auf SR 3 Saarlandwelle.

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