Christian Schad (Foto: picture-alliance / akg-images / Binder)

Der Geburtstag des Malers Christian Schad

ZeitZeichen: 21. August 1894

 

Sendung: Mittwoch 21.08.2019 9.05 bis 9.20 Uhr

Zuerst sind da immer die Augen. Magnetisch ziehen sie den Blick des Betrachters an, halten ihm stand und bleiben doch unergründlich. Christian Schad ist der große Portraitist der Weimarer Republik, im Berlin der Zwanziger Jahre hat er die neuen Menschen dieser neuen Zeit gemalt.

Selbstbewusste, elegante Frauen, die ihre erotische Attraktivität offen ausspielen, Männer im grauen Geschäftsanzug oder im Smoking, Intellektuelle, Geschäftsleute, Künstler, Menschen aus der Zwischenwelt des Zirkus und des Variétés. In kühlen Farben, mit der Genauigkeit und der Perfektion der alten Meister.

Als distanzierter Beobachter tritt Schad den Dargestellten gegenüber, mit der vermeintlichen Objektivität eines Fotografen. "Ich sehe. Ich bringe das Bewusstsein nicht hinein" war das Credo, mit dem er zu einem Hauptvertreter der Kunst der Neuen Sachlichkeit geworden ist.

Von Ulrike Gondorf


"ZeitZeichen"

Montag bis Freitag um 9.05 Uhr auf SR 2 KulturRadio

Seit über 40 Jahren ist die Sendung "ZeitZeichen" eine feste Institution in der deutschen Radiolandschaft. Mit erzählerischer Kraft, analytischer Brillanz und publizistischer Kompetenz erinnert das "ZeitZeichen" an wichtige Daten und Ereignisse. Dabei geht nicht nur um Geschichte, Politik, Kunst und Kultur, sondern auch das Alltägliche, bis hin zum Skurrilen.

Neben dem aufwändig komponierten Beitrag sind im 15-minütigen "ZeitZeichen" alle Darstellungs- und Stilformen des Hörfunks zu erleben, von der reinen O-Ton-Collage über die Reportage bis hin zum Mini-Hörspiel.

Das ZeitZeichen ist eine Kooperation von SR 2 KulturRadio mit dem Westdeutschen Rundfunk.

Redaktion SR: Peter Weitzmann

Redaktion WDR: Michael Rüger

E-Mail: sr2@sr.de

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