Passwörter sind Ziele von Hackerangriffen (Foto: imago)

Welt-Passwort-Tag 2021

  06.05.2021 | 09:18 Uhr

Gedankenlosigkeit bei der Passwortwahl kann ein fataler Fehler sein. 80 Prozent der Fälle für ein Sicherheitsleck sind unsichere Passwörter. Hier ein paar Tipps, wie man sicher Passwörter nutzt und dabei wenig Arbeit hat.

Zwei Infos aus der IT-Sicherheit: 80% aller Hackerangriffe gehen auf schwache Passwörter zurück und das meistgenutzte Passwort 2020 in Deutschland war 'IMMER NOCH 123456'. Passwortsicherheit ist also immer noch keine Selbstverständlichkeit und meist eine unterschätzte Gefahr.

Was gibt es zu beachten?

Passwörter sollten mindestens aus acht Zeichen bestehen, noch besser sind allerdings zwölf Zeichen oder mehr. Zudem sollten Groß- und Kleinbuchstaben, Zahlen und auch Sonderzeichen enthalten sein. Zu vermeiden sind hingegen ganze Wörter und Wortkombinationen, sowie logische Zahlen- oder Buchstabenreihen. Diese können Hacker mit entsprechenden Werkzeugen schnell knacken.

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik - BSI - hat als Beispiel den Satz „Am liebsten esse ich Pizza mit vier Zutaten und extra Käse!“ Daraus nimmt man von jedem Wort den Anfangsbuchstaben, die Ziffer 4 für das Wort vier und für das Wort „und“ ein + als Sonderzeichen und vom Satzende das Ausrufezeichen. Dann wird daraus das Passwort: AleiPm4Z+eK!

Passwortmanager erleichtern die Verwaltung der Passwörter

Lange, komplexe und einzigartige Passwörter kann man sich häufig nur schwer merken. Da können Passwortmanager Abhilfe schaffen: Dort werden alle Anmeldeinformationen gespeichert und mit einem zentralen Masterkennwort verwaltet. Außerdem helfen viele der Programme auch beim Generieren von neuen, sicheren Passwörtern und dem Erkennen von möglichen Phishing-Webseiten.

Aber auch den Passwortmanager muss man natürlich auch schützen, denn da steht alles drin. Dafür muss man sich tatsächlich ein sehr sicheres, möglichst komplexes und langes Passwort überlegen und merken. Damit schaltet man dann alle anderen Passwörter frei.

Wer sich für einen solchen Manager entscheidet, sollte im besten Fall drauf achten, dass der Manager über verschiedene Geräte hinweg funktioniert, sonst hat man die Passwörter nur zuhause und steht mit dem Smartphone plötzlich da und kann sich nicht auf einer Seite einloggen.

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