Ein Bällchen Vanilleeis zu Apfelstrudel (Foto: Pixabay/Ulrike Mai)

In Vanilleeis ist auch Vanille drin

  26.07.2019 | 10:31 Uhr

Vanilleies gehört immer noch zu den beliebtesten Eissorten der Deutschen. Nach zehn Jahren hat die Stiftung Warentest für ihr August-Heft - und passend zur Jahreszeit - wieder Vanilleeis, auch veganes, in Haushaltspackungen getestet.

Am Preis ist der Vanillegehalt nicht mehr erkennbar, dennoch gibt es Unterschiede. Aber die meisten Anbieter sparen nicht mehr an Vanille. Es wurde auch kein synthetisches Vanillin mehr nachgewiesen wie noch vor zehn Jahren.

"Die meisten Anbieter sparen nicht mehr an Vanille"
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"Die meisten Anbieter sparen nicht mehr an Vanille"

Wermutstropfen: Fünf Produkte enthalten so gut wie keine Vanille, nur 0,01 – 0,04%, darunter auch eine sehr bekannte und beliebte Sorte. Zwei von diesen fünf Produkten enthalten zu viel Fremdaroma. Sie haben als Zutat natürliches Vanillearoma im Zutatenverzeichnis. Denn: 95% des Aromas müssen aus Vanille stammen, 5% dürfen vanillefremde Aromastoffe sein und davon enthalten diese beiden Sorten deutlich mehr und wurden deshalb mit ‚Mangelhaft‘ bewertet.

Der Geschmack macht's

Beim Geschmackstest stellte sich heraus, dass die Produkte, die wenig Vanille und teilweise Fremdaromastoffe enthalten, auffällige Beinoten haben - von Zabaione über Karamell bis Puddingpulver.

Das teuerste Eis mit 15 Euro pro Kilogramm liegt auf Platz eins, aber der dritte Platz ist mit dem Vanilleeis eines Discounters besetzt. Das kostet nur 1,91 Euro pro Kilogramm und ist der Preis-Leistungs-Sieger des Tests.

Veganes Eis im Test

In diesem Jahr wurde auch veganes Eis getestet - ein Lupineneis, ein Sojaeis und eines auf Basis von Kokosmilch. Diese Sorten konnten die Tester allerdings nicht überzeugen. Keines schaffte eine gute Gesamtnote, nur eines erhielt ein ‚Befriedigend‘. Es enthielt von den veganen Sorten zwar am meisten Vanille, schmeckte aber eher nach Kokos.

Eiscreme oder Eis?

Beim Einkauf sollte man darauf achten, ob die Bezeichnung ‚Eiscreme‘ oder nur ‚Eis‘ lautet. Worin liegt der Unterschied? In 'Eiscreme' darf nach den Leitsätzen für Speiseeis nur Milchfett verarbeitet sein, also Sahne oder Milch, bei ‚Eis‘ darf auch Pflanzenfett oder eine Mischung aus Milch und pflanzlichem Fett enthalten sein. Positiv: Im Test war das immer Kokosfett, in keinem das ökologisch bedenkliche Palmfett.

Mehr zum Thema im August-Heft der Stiftung Warentest test 8/2019.


Auch Thema auf SR 1 am 25. Juli 2019 in der Sendung "Dein Vormittag im Saarland".

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