Ausgefüllte Steuererklärung auf einem Schreibtisch (Foto: Oliver Berg/dpa)

Letzter Tag für die Abgabe der Steuererklärung

  31.07.2019 | 10:32 Uhr

Wer seine Steuererklärung 2018 noch nicht dem Finanzamt vorgelegt hat, sollte sich sputen: Heute um Mitternacht läuft die Frist ab. Für all jene, die sich noch daran setzen müssen, klären wir Fragen wie "Wer ist eigentlich zur Abgabe der Steuererklärung verpflichtet?", "Gibt es Fristverlängerung?", "Lohnt sich die Steuererklärung überhaupt?" und "Geht die Steuererklärung auch ganz schnell?".

Bisher musste die Steuererklärung bis 31. Mai abgegeben sein. Ab diesem Jahr hat man dafür zwei Monate länger Zeit: Am 31. Juli endet die Frist dem Finanzamt seine Steuererklärung vorzulegen. Wer es noch nicht gemacht hat, für den haben wir klären wir nun einige Fragen zur Steuererklärung mit SR-Redakteur Carl Rolshoven.

Heute gilt's!

Die Frist für die Steuererklärung läuft ab!
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Die Frist für die Steuererklärung läuft ab!

Wer es bis heute nicht geschafft hat, sollte sich sputen: Heute läuft die Frist für die Abgabe der Steuererklärung ab. Die Frist gilt insbesondere für Menschen, die zur Steuererklärung verpflichtet sind, also Selbstständige, Freiberufler, Pendler mit Zweitwohnsitz oder Unterhaltszahler. Wer einen Steuerberater oder eine Lohnsteuerhilfe mit der Steuererklärung beauftragt, kann sich übrigens Zeit bis Ende 2020 lassen.

Fristverlängerung

Eine Fristverlängerung ist nur möglich, wenn man einen sehr guten Grund oder eben einen Steuerberater hat. Denn neu ab diesem Jahr ist: Gibt man seine Steuererklärung nicht rechtzeitig, also am 31. Juli bis Mitternacht ab, muss man für jeden Monat, den die Steuererklärung zu spät kommt, 25 Euro zahlen.

Die Steuererklärung geht auch schnell - in anderen Ländern

In Schweden dauert es nur 5 Minuten

Dass eine Steuererklärung auch wirklich schnell und unkompliziert gehen kann, zeigt das Land Schweden. Dort dauert die Steuererklärung bei normaler Einkommenslage nicht mal fünf Minuten. Dafür gibt´s drei Gründe:

1. Die Schweden sind "Gläserne Bürger". Der Staat kennt weitgehend die finanzielle Situation der Bürger und zieht die entsprechenden Steuern einfach ein.

2. In Schweden gibt es kaum Möglichkeiten etwas von den Steuern abzusetzen und /oder zu tricksen.

3. Die Schweden nutzen digitale Angebote des Finanzamtes. Das Amt verschickt zum Beispiel Online oder per App bereits ausgefüllte Steuererklärungen. Diese muss der Benutzer nur noch quittieren und mit einem Knopfdruck wieder zurückschicken.

In Polen geht es noch einfacher und noch schneller

In Polen geht die Steuererklärung noch einfacher. Dort hat der Staat in diesem Jahr ein automatisiertes Abrechnungssystem eingeführt. Dabei müssen Arbeitnehmer nicht mehr selbst ihre Zahlen eintragen - das Finanzamt schickt ihnen einfach eine Abrechnung, die Steuerzahler prüfen nur kurz nach, klicken es für das Finanzamt frei - fertig!


Thema auf SR 1 am 31. Juli 2019 in der Sendung "Dein Vormittag im Saarland"

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