Das Saarpolygon auf der Halde Duhamel in Ensdorf (Foto: Dirk Guldner)

Das Saarpolygon ist eröffnet

  17.09.2016 | 20:00 Uhr

Die Aera des Steinkohlebergbaus im Saarland ist zu Ende; die Erinnerung daran aber soll bewahrt werden. Als zentrales Denkmal wurde auf der Halde Duhamel in Ensdorf das Saarpolygon errichtet. Jetzt ist die Landmarke auch für alle zugänglich. Der Clou: In der Umgebung ist es von überall zu sehen und nimmt aus jeder Richtung eine andere Form an. Hier könnt Ihr's Euch anschauen!

Knapp 30 Meter ist es hoch, das Polygon. Es wurde auf der Halde als begehbare Stahlkonstruktion errichtet: zwei schräge Türme, die durch eine Brücke verbunden sind.

Saarpolygon-Aussicht: Blick Richtung Ensdorf (Foto: SR/Isabel Sonnabend)

Wer hinauf will, muss mehr als 130 Stufen erklimmen, über die jeder Turm zu einer 35 Meter breiten Plattform führt. Die bietet dann zur Belohnung in rund 25 Metern Höhe einen prächtigen Ausblick über das Land rund um Ensdorf und Saarlouis.

Bei Dunkelheit wird die Anlage sogar beleuchtet; begehbar ist sie dann aber nicht mehr. Das wäre zu gefährlich. Das Plateau ist allerdings jederzeit zugänglich. Der Fußweg von Ensdorf hinauf auf die Halde dauert etwa eine halbe Stunde.

Bauherr des Saarpolygons ist der Förderverein BergbauErbe Saar. Die Landmarke soll als zentrales Denkmal an den Saarbergbau und seine Beschäftigten erinnern. Darüber hinaus soll die Skulptur auch ein touristischer Anziehungspunkt im Saarland werden.

Die Form des Polygons steht für die Stützelemente, die im Bergbau unter Tage verwendet wurden. Entworfen wurde es von den Berliner Architekten Katja Pfeiffer und Oliver Sachse. Die Baukosten von rund zwei Millionen Euro wurden durch Landesmittel, Geld der RAG und Spenden von Firmen, Verbänden, Vereinen und Privatpersonen aufgebracht.

Bildergalerie
Das Saarpolygon in Ensdorf
aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet

Feierliche Einweihung

Am 16. September 2016 wurde das Saarpolygon in Ensdorf im Rahmen einer Feier für geladene Gäste in Anwesenheit von Ministerpräsidentin Kramp-Karrenbauer und Ministerin Rehlinger offiziell eröffnet.

Einen Tag später durften dann alle mitfeiern: Mit einem großen Fest wurde das Denkmal der Öffentlichkeit übergeben und endlich durften die ersten Besucher die Stufen des Polygons hinauf zur Plattform erklimmen.

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