Reiner Calmund (Foto: SR 1)

Callis Hemden werden Masken für Lesbos

  02.12.2020 | 18:08 Uhr

Reiner Calmund hat verloren, und zwar viele Kilos an Gewicht. Doch für die Kleidung, die ihm nun nicht mehr passt, hat er eine sinnvolle Verwendung gefunden: Er kann damit ein Völklinger Hilfsprojekt unterstützen.

Von Geflüchteten für Geflüchtete

Viele Menschen nähen Masken, damit wir alle gut geschützt durch die Pandemie kommen. Auch an einigen Schulen im Saarland haben Lehrerinnen und Lehrer mit ihren Klassen Masken genäht. Eine dieser Schulen ist die Marie-Curie-Schule, das BBZ, in Völklingen. Dort nähen Schülerinnen und Schüler nicht nur Masken für sich, sondern für Flüchtlinge auf der griechischen Insel Lesbos.

Viele der Schülerinnen und Schüler hier sind nämlich selbst geflüchtet. Darum ist ihre Motivation umso größer. Kadir Cetin, einer der Lehrer, hat die Aktion angestoßen, die sofort auf großen Zuspruch traf. Denn die Schüler hier können sich genau in die Lage der Menschen auf Lesbos hinein versetzen, wissen, was sie dort durchmachen. Das spornt die Näherinnen und Näher ganz besonders an.

Zweites Leben für Callis Hemden
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Zweites Leben für Callis Hemden

Prominente Unterstützung

Und die Aktion hat sogar einen prominenten Unterstützer bekommen: "Was Ihr hier macht ist große Spitzenklasse!" sagt Reiner Calmund, und belässt es nicht alleine bei Worten. Er findet die Aktion nicht nur lobenswert, er liefert auch Stoff dazu: alte Hemden nämlich, die ihm inzwischen zu groß geworden sind. Schließlich hat der frühere Fußballmanager in den vergangenen Monaten kiloweise abgespeckt.

Rund 400 Masken haben die Schülerinnen und Schüler bereits genäht. Doch ihr großes Ziel ist sehr ehrgeizig: 1000 Masken wollen sie im Januar auf den Weg bringen zu den Flüchtlingen nach Lesbos.


Auch Thema auf SR 1 am 02.12.2020 in der Sendung 'Hallo Saarland'.

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