Tierheim Homburg beschränkt Aufnahme von Fundtieren

Ab dem 1. Januar nimmt das Homburger Tierheim keine Fundtiere mehr aus anderen Städten und Gemeinden des Saarpfalz-Kreises mehr auf. Sie müssen dann beim zuständigen Ordnungsamt abgegeben werden. Grund ist ein Streit über die Kosten.

Das Tierheim Homburg nimmt ab Januar nur noch Fundtiere aus Homburg auf. Das Tierheim teilte mit, sein Vertrag mit den übrigen Kommunen des Saarpfalz-Kreises und der Stadt Neunkirchen ende am 31. Dezember. Danach müssten Fundtiere beim Ordnungsamt abgegeben werden.

Hintergrund ist ein Streit um die Entschädigung, die das Tierheim Homburg pro Aufnahme erhält. Sie habe bisher bei 40 Cent pro Einwohner gelegen. Die Kommunen hätten eine Erhöhung auf 60 Cent geboten. Dies sei aber nicht kostendeckend. Zum Vergleich: Das Tierheim Dillingen erhalte von den Kommunen pro Einwohner 1,40 Euro als Entschädigung.

Tierheim Homburg: Verhandlungen über Aufnahme von Fundtieren

Einheitlicher Vertrag gefordert

Hier gehe es auch um die Wertschätzung des Ehrenamtes sowie der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die täglich an ihre Grenzen gingen. "Wir fordern einen landesweit einheitlichen Konsortialvertrag für das Tierheim Homburg und keine Übergangslösung von 60 Cent", heißt es dazu vom Tierschutzverein Homburg Saar und Umgebung e. V..

Solange es diese nicht gibt, werde das Homburger Tierheim aufgrund einer Vereinbarung zwischen dem Bürgermeister und des Tierschutzvereins nur noch Fundtiere aus Homburg aufnehmen. Der Homburger Bürgermeister Michael Forster (CDU) habe dem Tierheim bestätigt, es weiterhin finanziell zu unterstützen, etwa bei dringend notwendigen Sanierungen.

Tierheim Linxbachhof mit selbem Problem

Das Tierheim Linxbachhof in Niederlinxweiler klagt über dasselbe Problem. Dort seien alleine in diesem Jahr 237 Fundtiere abgegeben worden. Das Personal habe sich um diese kümmern müssen, bis sie vermittelt werden konnten – auch deren medizinische Versorgung sei notwendig gewesen.

Dafür habe das Tierheim aus dem Konsortialvertrag, der zum Ende des Jahres ausgelaufen sei, rund 58.000 Euro zur Verfügung gehabt. Weitere 15.000 Euro seien als Zuschuss der Landkreise hinzugekommen. Demgegenüber hätten Ausgaben von rund 220.000 Euro gestanden. "Diese Differenz können wir nicht mehr verkraften. Waren im Jahr 2022 noch insgesamt 425 Tiere im Tierheim, so haben wir in diesem Jahr bis jetzt 765 Tiere gezählt", schreibt das Tierheim auf seiner Webseite.

Rund ein Drittel davon seien Fundtiere. Das Tierheim fordert daher einen neuen Konsortialvertrag. Um die Kosten wirklich decken zu können, wäre dabei ein Beitrag von zwei Euro pro Einwohner bei rund 150.000 Einwohnern im Konsortialvertrag notwendig. Bis dahin müssten sich die Kommunen selbst um die Fundtiere kümmern.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 27.12.2023 berichtet.

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