Wir im Saarland - Kultur (20.01.2021)

Wir im Saarland - Kultur

 

Wie erlebt ein eingefleischter Max Ophüls Fan das Festival, das dieses Jahr ausschließlich online stattfindet? Eines der Themen in Wir im Saarland - Kultur. Außerdem berichtet das Magazin über eine Designerin aus dem Kosovo, die mittlerweile in Saarbrücken lebt und über das Künstlerpaar Lyn Riccardo und Helmut Frank.

Sendung: Mittwoch 20.01.2021 18.50 Uhr


Die Themen der Sendung


Mon Trésor - Folge 7: Das Hochzeitsfoto


Ein Baum, eine Taschenuhr oder eine alte Fotografie all das kann von großem persönlichen Wert sein. Die Ausstellung "Mon Trésor" stellt solchen persönlichen Gegenständen kulturgeschichtliche Schätze aus der Großregion gegenüber. Wir heben in jeder Sendung einen dieser Schätze, mindestens so lange, bis die Ausstellung im Weltkulturerbe Völklinger Hütte endlich eröffnet werden kann. Diese Woche: Das Hochzeitsfoto.


Als Migrantin die Rolle in der Gesellschaft finden

Für viele Migrantinnen ist das Zurechtfinden in der deutschen Gesellschaft oft ein Kulturschock vieles funktioniert hier zu Lande doch sehr anders. Besonders trifft das Frauen, die zusätzlich mit alten Rollenbildern zu kämpfen haben.

Saranda Morina ist aus dem Kosovo und wurde dort zur Grafikdesignerin ausgebildet. Nun versucht sie in Deutschland Fuß zu fassen. Hilfe dafür bekommt sie bei "MiNet-Saar" einem Projekt der Frauen-Genderbibliothek. Es möchte Migrantinnen auf dem ersten Arbeitsmarkt voranbringen. Saranda Morina macht gerade eine Weiterbildung zur Webdesignerin. Chris Ignatzi stellt sie und das Projekt der Frauen-Genderbibliothek vor und wirft einen Blick auf Migrantinnen aus unterschiedlichen sozialen Schichten, die sich im Saarland aufhalten.


Ein neuer Blick auf Keramik und Porzellan

Sie versuchen in ihrer Kunst neue Blickwinkel auf Keramik und Porzellan zu finden. Die Arbeiten von Lyn Riccardo und Helmut Frank gehen weit über das hinaus, was man von traditionellem Kunsthandwerk erwarten kann.

Anfang der 90er Jahre kam Lyn Riccardo aus New Jersey zu einem Austauschprojekt mit Villeroy und Boch nach Deutschland, lernte ihren Mann Helmut Frank kennen und blieb. Im gemeinsamen Haus in Mettlach-Weiten hat sie sich ihr Keramikstudio eingerichtet und versucht, Gewohntes in neue Formen zu überführen. Darum geht es auch ihrem Mann, der beim Brennen von Porzellan Zufallsprozesse miteinbezieht. Eva Hassel von Pock hat die Beiden im Nordsaarland besucht.


Amanda von Hohenstüt alias Wolfgang Reeb im Gespräch

Rollenbilder und Genderfragen sind wichtige Themen im diesjährigen Filmfestival Max Ophüls Preis. Mit dabei: Die Komödie "Zeit der Monster", die humorvoll vom miefigen Milieu der 70er erzählt.

Das "Milieu" lebte gefährlich: Sexuelle Handlungen zwischen Männern waren bis 1994 gesetzlich verboten. Wolfgang Reeb erinnert sich noch gut daran, in den 70er Jahren bestand sein Freundes- und Bekanntenkreis zu einem Großteil aus Schwulen und Transvestiten. In seinem Film "Zeit der Monster" setzt er sich bewusst ironisch mit dieser biederen Zeit auseinander. Ein Film der auch die Frage stellt, wie es sich mit den Identitäten von Menschen verhält. Mehrere Filme im diesjährigen Filmfestival Max Ophüls Preis beschäftigen sich mit Gender und "queeren" Themen. Als Amanda von Hohenstüt spielt Wolfgang Reeb in dem von ihm produzierten Film mit. Nicht nur darüber unterhält er sich mit Jochen Erdmenger im Studiogespräch.


Mit einem Ophülsfan durchs virtuelle Festival

Für eingefleischte Filmliebhaber ist das Festival Max Ophüls Preis immer ein Fest: Mit Freunden Kino schauen, interessante Menschen treffen, im Festivalclub diskutieren. Wenig davon ist in der diesjährigen Online-Ausgabe möglich. Wie kommt eine Ophüls-Enthusiastin in den restriktiven Pandemiezeiten durchs Festival?

Die Tiertherapeutin Esther Würtz hat das volle Programm gebucht. Mit dem goldenen Fan-Pass kann sie jeden Film beim Festival schauen und wurde zu Hause mit ein paar hübschen Fanartikeln wie Fensterschwamm, Ophüls-Stofftasche oder Kugelschreiber beglückt. Aber wie kommt sie durchs Online-Festival? Wie bewegt sie sich durch die virtuelle Welt? Und wie nimmt sie den Max Ophüls Preis dieses Jahr wahr? Uwe Loebens hat die Filmenthusiastin einen Tag lang begleitet.


Moderation: Jochen Erdmenger

Jochen Erdmenger (Foto: Pasquale D'Angiolillo)

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