Die deutschen Polizisten unterwegs mit dem Patrouillenboot  (Foto: SR)

WimS-Die Reportage: Take care! Passt auf euch auf!

Besuch bei der New Yorker Polizei

 

Zu einem ganz besonderen Praktikum hatten sich vergangenen Sommer fünf deutsche Polizisten nach New York aufgemacht. Bei der berühmten „NYPD“, dem New York Police Department, tauchten sie in die amerikanische Polizeiwelt ein, um herauszufinden, ob deutsche Reviere von den Erfahrungen der amerikanischen Kollegen profitieren können. Eine Reise mit vielen spektakulären Eindrücken und ungewöhnlichen Erlebnissen.

Sendung: Freitag 05.06.2020 18.50 Uhr

Metro New York: Ein Mann will einen Sprengsatz in einer U-Bahn zur Explosion bringen. Er detoniert zu früh. Drei Passanten werden verletzt, auch der Täter überlebt. Zwei Jahre später stehen fünf deutsche Polizisten am Tatort und lassen sich von einem amerikanischen Kollegen das Vorgehen und die Schlussfolgerungen der New Yorker Polizei erläutern. Sie sind Mitglieder der internationalen Polizistenvereinigung IPA und wollen Erfahrungen sammeln – beim größten Polizeirevier der Welt, dem NYPD. Unter Leitung des deutschen IPA-Chefs, Jürgen Glaub aus Bexbach, gehen sie als Praktikanten mit einer Hundestaffel auf Streife, lassen sich von der Wasserschutzpolizei ihre Einsatzgebiete zeigen und erproben die schweißtreibende Arbeit im schweren Schutzanzug des Bombenentschärfungskommandos. Ein Höhepunkt ist der Besuch am „Ground Zero“, jenem Ort, an dem Terroristen am 11. September 2001 zwei Flugzeuge in die Twin Towers steuerten und sie zum Einsturz brachten. Einer der damaligen Kommandeure, der deutschstämmige Jimmy Albrecht berichtet von hunderten toter Kollegen, von verzweifelten Familien, deren Angehörige bis heute nicht gefunden werden konnten und vom giftigen Staub, an dem viele Rettungskräfte erkrankten. Auch Jimmy kämpft seither mit einer Krebserkrankung. Das Kontrastprogramm: die alljährliche Steuben-Parade, ein deutsch-amerikanischer Traditionsumzug der der größten Einwanderergruppe gewidmet ist. Allein in New York  leben 500.000 Bürger mit deutschen Wurzeln. Nach der Feierlaune wartet auf unsere Praktikanten  wieder der ernste Alltag. Beim Besuch eines Antiterrorkommandos wird deutlich, wie gefährlich der Alltag der New Yorker Kollegen ist, aber auch, wie wichtig die internationale Zusammenarbeit und der überbehördliche Informationsaustausch sind.

Bildergalerie: Besuch des New Yorker Police Department


SR-Reporter Pasquale d’Angiolillo hat die fünf deutschen Polizisten in New York begleitet. Sein Fazit:  „Am Ende des Praktikums  ist allen klar, dass viele der Einblicke auch für die Arbeit zuhause nützlich sein werden – und dass auch privat einige Kontakte geknüpft werden konnten, aus denen vielleicht einmal Freundschaften werden – zwischen Polizisten diesseits und jenseits des großen Teichs.“

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