Blick auf die Zugspitz-Region (Foto: SR)

SAAR3 extra: „Saarländer in aller Welt“

 

Sie lassen Raumsonden auf dem Mars landen, bauen Industrieanlagen in China, treten als Alleinunterhalter in Spanien auf oder brauen Bier auf Rügen: Saarländer, die „nemmeh de-hemm“, sondern ausgewandert sind. Die „SAAR3“-Reporter haben sie in ihrer neuen Heimat besucht und sich deren Besonderheiten zeigen lassen. Außerdem sind der Frage nachgegangen, wie ein „bodenständiger“ Saarländer mit anderen Kulturen zurechtkommen kann und was sie selbst in der Ferne vermissen. Zu sehen am Donnerstag, den 21. November, um 20.15 Uhr im SR Fernsehen.

Sendung: Donnerstag 21.11.2019 20.15 Uhr


Andreas Kirsch aus Lebach-Steinbach in London (Foto: SR)

Erste Station unserer „Weltreise“ ist Großbritannien. Seit zehn Jahren lebt Andreas Kirsch aus Lebach-Steinbach mit Frau und Kindern in Chessington bei London. Der 43-Jährige ist Japanologe, lässt seinen Beruf aber weitgehend ruhen und widmet sich stattdessen der Politik. Er sitzt als Abgeordneter der "Liberal Democrats" im Stadtrat von Kensington und hat dort alle Hände voll zu tun. Barrierefreier Zugang zur U-Bahn, kaputte Zäune in den Schrebergärten oder eine Müll-Sammelaktion im Stadtpark stehen in seinem Terminkalender. Zuhause ist da, wo meine Familie ist, sagt Kirsch und geht auf dem Heimweg regelmäßig beim deutschen Bäcker vorbei, der nicht nur Brezeln und Bienenstich sondern auch Maggi und heimische Käsesorten im Angebot hat.


Blick auf Garmisch-Partenkirchen (Foto: SR)

Weiter geht’s nach Bayern – ins Zugspitzgebiet. Dort arbeiten Birgit Neuner und Elisabeth Brück im Tourismusbüro. Trotz der landschaftlich reizvollen Umgebung am Alpenrand sehnen sich die beiden gebürtigen Saarländerinnen gelegentlich nach ihrer Heimat. Brück fehlt der Weitblick eines Spaziergangs auf dem Saargau, Neuner vermisst vor allem die Nähe zu Frankreich, von den Mentalitätsunterschieden zwischen Bayern und Saarländern ganz zu schweigen. Wie schön, dass zu ihren Kunden ein weiterer Saarländer zählt – Theo Peter. Der Theleyer „Bub“ hat am Alpenrand eine ökologisch ausgerichtete Wohnanlage und ein Hotel gebaut.


Aline Zimmer aus Wiebelskirchen bei ihrer Arbeit in der US-Raumfahrtbehörde NASA  (Foto: SR)

Ganz weit weg hat es Aline Zimmer verschlagen. Die Wiebelskircherin lebt und arbeitet im kalifornischen Pasadena. Dort hat sie einen ganz besonderen Job. Als Wissenschaftlerin bei der US-Raumfahrtbehörde NASA war die 34-Jährige mit verantwortlich, dass die Marssonde InSight vergangenen November problemlos auf dem roten Planeten landen konnte.


Charlie Schors im spanischen Denia am Grill (Foto: SR)

Seit 40 Jahren lebt Charlie Schors im spanischen Denia. Der gebürtige Schwalbacher hat sich dort als Alleinunterhalter ein dankbares Publikum erspielt – zumeist aus dem deutschsprachigen Raum. Denn Touristen und Auswanderer bleiben hier oft unter sich. Bei Charlie Schors ist das anders. Er sei in der spanischen Gesellschaft angekommen – sagt er. Vor allem auch, weil Saarländer generell offener gegenüber anderen Nationen und Kulturen seien. Etwas „Entwicklungsarbeit“ lässt er sich allerdings nicht nehmen. An lauen Sommerabenden bringt Schors seinen internationalen Freunden gerne das Schwenken näher.


Spezialitätenbrauer Markus Berberich  (Foto: SR)

Vom Mittelmeer an die Ostsee: Leben und arbeiten, wo andere Urlaub machen. Diesen Traum hat sich Markus Berberich erfüllt – auf Rügen. Der Saarbrücker hatte bei der St. Ingberter Becker Brauerei gelernt, anschließend in Oberbayern Brauwirtschaft studiert. In Rabin hat er dann vor einigen Jahren eine Spezialitätenbrauerei gegründet. Mit Erfolg, seine „Inselbrauerei“ produziert rund vier Millionen Flaschen im Jahr. Fünfmal in Folge wurden Berberichs Biere in London als „bestes Bier der Welt“ ausgezeichnet. Uns nimmt er mit zu kulinarischen Spezialitäten und erlebenswerten Ausflügen ins unbekannte Rügen.


Shanghai  (Foto: SR)


Und dann Asien: Mit 25 Millionen Einwohnern ist Shanghai die größte Stadt Chinas. Hier lebt und arbeitet Peter Legner – und das seit 28 Jahren. Mittlerweile ist er Chef der Auslandsniederlassung eines Püttlinger Unternehmens. Zwischen zwei Geschäftsterminen erzählt er uns von kulturellen Eigenheiten, technologischen Trends und der Sehnsucht nach der saarländischen Heimat.


Peter Dausend, politischer Korrespondent der „ZEIT“, in Berlin (Foto: SR)

Schließlich geht’s nach Berlin. Dort besucht Moderator Willibrord Ney Peter Dausend, der als politischer Korrespondent der „ZEIT“ in der Hauptstadt seine Zelte aufgeschlagen hat. Der Saar-brücker zeigt den „SAAR3“-Zuschauern exklusiv einige „Geheimtipps“, die sich saarländische Berlin-Besucher auf keinen Fall entgehen lassen sollten.


Redaktion: Willibrord Ney


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