Blick auf das Kloster San Salvador de Leyre in der Sierra de Leyre (Foto: SR Fernsehen)

Durch die Pyrenäen in Spaniens Grand Canyon

Meine Traumreise auf den Spuren der Wanderschäfer

Ein Film von Ute Werner  

Die Saarbrücker Mira Grumbrecht (19) und Matti Henn (21) haben sich ihren Traum erfüllt und sind den Wegen der Wanderschäfer durch die spektakuläre Landschaft der Pyrenäen in Spanien gefolgt. Ihre Tour beginnt in der Bergwelt der westlichen Pyrenäen, führt über das Roncal-Tal bis zur Sierra de Leyre und endet im Naturpark "Bardenas Reales".

Sendung: Samstag 08.02.2020 17.00 Uhr

Die Transhumanz in der Autonomen Gemeinschaft und Provinz Navarra ist eine seit dem Mittelalter durch ein königliches Edikt bestehende Wanderweidewirtschaft. Diese Viehtriebstrecken, spanisch "Canadas Reales",  führen von den Weideplätzen im Sommer zu den Weideplätzen im Winter und zurück.

Insbesondere die Schäfer und ihre Herden nutzen das Netz dieser Viehwege und folgen dem Jahrhunderte alten Wanderzyklus des Weidewechsels. Sie führen von den Pyrenäen durch die Täler Roncal (auf dem Canada de los Roncaleses) und Salazar bis südlich der Stadt Carcastillo und von dort weiter in den Naturpark Bardenas Reales. Das Netz dieser Viehwege wurde zum Fernwanderweg G 13 zusammengefasst. (Allerdings ist er nicht gut beschildert und wird daher nicht mehr als solcher geführt.)

Mit Mira und Matti durch die spanischen Pyrenäen

"Grand Canyon" Spaniens - ein Geheimtipp

Auf diesem Fernwanderweg zu laufen, die spektakulären Landschaften der Pyrenäen und der Bardenas Reales zu sehen und dabei möglichst auch Schäfer mit ihren Herden zu treffen, das ist der Traum von Mira Grumbrecht (19) und Matti Henn (21) aus Saarbrücken. Ihre Tour beginnt in der Bergwelt der westlichen Pyrenäen, führt über das Roncal-Tal bis zur Sierra de Leyre und endet im Naturpark Bardenas Reales. 

Die für Europa außergewöhnliche Natur der Halbwüste Bardenas Reales ist der Höhepunkt der Reise. Die Region im Süden von Navarra erinnert an den Grand Canyon in den USA, nur dass man dafür nicht so weit reisen muss. Mit einer Fläche von rund 42.000 Hektar ist das Gebiet allerdings auch kleiner – es erstreckt sich rund 45 km von Nord nach Süd und 24 Kilometer von Ost nach West.

UNESCO Naturerbe und Filmkulisse

Die Felsformationen der Bardenas Reales bestehen aus Lehm, aber auch aus Sand- und Kalkstein, den Sedimenten eines urzeitlichen Meeres. Das macht die Bardenas Reales aber auch sehr fragil, sie sind vor allem im Winter den Naturgewalten ausgesetzt und ständigen Veränderungen unterworfen.

Deshalb stehen sie als Naturpark und Biosphärenreservat der UNESCO unter Schutz – trotz eines Militärgeländes mittendrin. Für Autos, Fahrräder und Fußgänger sind die Wege genau vorgeschrieben. Besucher dürfen nur tagsüber hier sein.

Wer mehr über die Bardenas Reales erfahren möchte, sollte sich einen Guide nehmen. Dann erfährt man auch, wo welche Filme gedreht wurden, z.B. die Staffel 6 von „Game of Thrones“. Die Bardenas Reales waren schon oft Kulisse für große Filmproduktionen und Werbevideos.  

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