Klaus Meiser (Foto: Imago/Becker&Bredel)

Meiser-Partnerin arbeitete beim LSVS

Thomas Gerber   03.01.2018 | 16:00 Uhr

Zwei Posten, ein Chef: Gut zwei Jahre hat die Lebensgefährtin von Landtags- und LSVS-Präsident Klaus Meiser (CDU) eine bezahlte Nebentätigkeit beim Landessportverband ausgeübt. Das bestätigte der Verband dem SR. Hauptberuflich leitet die CDU-Kommunalpolitikerin das Präsidialbüro von Meiser im Landtag.

Der LSVS bestätigte SR-Informationen, wonach die CDU-Kommunalpolitikerin aus dem Saarpfalz-Kreis seit November 2015 beim Verband beschäftigt war. Der Arbeitsvertrag sei auf ihren Wunsch hin im Dezember aufgelöst worden. Als Assistentin habe sie bis dahin in Teilzeitbeschäftigung die Termine von Verbands-Präsident Meiser “koordiniert sowie vor- und nachbereitet“. Sie sei vom inzwischen suspendierten LSVS-Hauptgeschäftsführer Hans eingestellt worden. Der LSVS räumte allerdings ein, dass im Rahmen der „Besetzung der Position Präsident Meiser selbstverständlich involviert gewesen“ sei.

Stelle wird nicht wieder besetzt

Für ihre Tätigkeit beim LSVS hatte die Betroffene nach LSVS-Angaben mehrere Tausend Euro jährlich bekommen. Ein Sprecher betonte, dass die Betroffene beim Verband eingestellt worden sei, bevor sie und Meiser ein Paar gewesen seien. Mit ihrem Ausscheiden werde die Stelle voraussichtlich allerdings nicht erneut besetzt.

Wie die Landtagsverwaltung dem SR mitteilte, ist die Betroffene hauptberuflich Leiterin des dortigen Präsidialbüros von Klaus Meiser und dort unter anderem ebenfalls unter anderem für die Koordinierung von Terminen des Landtagspräsidenten zuständig. Ihre Nebentätigkeit beim LSVS habe sie ordnungsgemäß bei der Landtagsverwaltung angezeigt.

Mitte Dezember war bekannt geworden, dass der LSVS von einem Finanzskandal betroffen ist, bei dem es um eine Fehlsumme von insgesamt fünf Millionen Euro geht.

Über dieses Thema wurde auch in den Hörfunknachrichten vom 03.01.2017 berichtet.

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