Die Beschäftigten der Länder fordern sechs Prozent mehr Geld. (Foto: dpa)

Nächste Woche Warnstreik unter Landesbeschäftigten

  31.01.2018 | 15:10 Uhr

Im Tarifstreit des öffentlichen Dienstes werden Beschäftigte der Länder in den nächsten Tagen und Wochen zu Warnstreiks und Protestaktionen aufgerufen. Das kündigte die Gewerkschaftsseite am Dienstag in Potsdam nach der zweiten Verhandlungsrunde an. Im Saarland betreffen die Tarifverhandlungen rund 27.000 Beschäftigte.

Am Verhandlungstisch habe es keine Annäherung gegeben, sagte Verdi-Bundeschef Frank Bsirske am Dienstag in Potsdam. Der Warnstreikankündigung schloss sich auch der Deutsche Beamtenbund an. Schon im Vorfeld hatten die Gewerkschaften Warnstreiks angedroht, sollte die Arbeitgeberseite kein ernsthaftes Angebot auf den Tisch legen.

Der Beamtenbund (dbb) und die Gewerkschaft Verdi im Saarland planten für die kommende Woche einen ganztägigen Warnstreik in den Landesverwaltungen sowie den Autobahn- und Straßenmeistereien, inklusive einer zentralen Kundgebung in Saarbrücken, teilte dbb-Landeschef Ewald Linn mit. Zur nächsten Tarifrunde treffen sich Gewerkschaften und Arbeitgeber bereits am 16. Februar in Potsdam.

Forderung nach sechs Prozent mehr Geld

Die Gewerkschaften hatten zuletzt sechs Prozent mehr Gehalt für die Beschäftigten gefordert. Untere Lohngruppen sollen zudem stärker profitieren als höhere. Die Arbeitgeberseite, die Tarifgemeinschaft der Länder (TdL), hatte indes betont, dass sie die Forderung nach sechs Prozent mehr Geld für deutlich zu hoch hält.

Die Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst betreffen rund 27.000 Beschäftigte im Saarland und deutschlandweit 800.000 Angestellte. Verhandelt wird beispielsweise für die Mitarbeiter der Universität, der Uni-Klinik, der Ministerien, aber auch für die Straßenbauverwaltung und die Polizei. Die dritte Verhandlungsrunde soll am 15. und 16. Februar stattfinden.

Über dieses Thema wurde am 31.01.2017 auch in den Hörfunknachrichten auf SR 3 Saarlandwelle berichtet.

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