Sporthochschule Saarbrücken (Foto: Pasquale D'Angiolillo)

Finanzaffäre beim LSVS

Steffen Demuth   18.12.2017 | 07:58 Uhr

Der Landessportverband für das Saarland (LSVS) ist von einer Finanzaffäre betroffen. Nach Informationen des Saarländischen Rundfunks haben interne Überprüfungen der Bilanzen ergeben, dass über einen längeren Zeitraum deutlich mehr Mittel ausgegeben wurden, als zur Verfügung standen.

Dabei seien auch Rücklagen angegriffen worden, die als Vorgänge in den Bilanzen nicht erkennbar gewesen seien. Der LSVS weist damit nach eigenen Angaben ein strukturelles Defizit von etwa 700.000 Euro pro Jahr auf.

Video [aktueller bericht, 15.12.2017, Länge: 3:30 Min.]
Finanzielle Schieflage beim LSVS

LSVS weiterhin liquide

"Das Ganze könnte im Land noch größere Auswirkungen haben"
Audio [SR 3, Studiogespräch: Dorothee Scharner/Stefan Hauch, 18.12.2017, Länge: 04:07 Min.]
"Das Ganze könnte im Land noch größere Auswirkungen haben"

Der Verband hat jetzt mehrere Anwälte und eine Prüfungsgesellschaft beauftragt, die Hintergründe aufzuklären. Der Hauptgeschäftsführer ist von seinen Aufgaben freigestellt worden. Gegenüber dem SR versicherte der Präsident des Landessportverbandes, Klaus Meiser, der LSVS sei liquide. Die laufenden Kosten könnten beglichen werden, eine Zahlungsunfähigkeit drohe nicht.

Das Präsidium will heute alle Fachverbände über den Tatbestand und die Hintergründe informieren. 

Über dieses Thema berichteten auch die Hörfunknachrichten am 15.12.2017.

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