Regenwald in Kolumbien (Foto: dpa)

Kolumbien

Friedenspfad mit Stolpersteinen

Von Ivo Marusczyk  

Sendung: Samstag 22.07.2017 17.30 bis 18.00 Uhr

Kolumbiens Weg zum Frieden erweist sich als holprig. Die FARC-Guerilla hat wie vereinbart ihre Untergrund-Stellungen aufgegeben, und die Kämpfer haben sich in 23 „Übergangszonen“ versammelt. Dort sollen sie in den nächsten Wochen ihre Waffen abgeben und sich danach in die Zivilgesellschaft eingliedern. Doch fast nichts funktioniert so, wie im Friedensabkommen vereinbart.

In den „Übergangszonen“ fehlt nach wie vor fast jede Infrastruktur, die Regierung liefert weder Baumaterial noch Versorgungsgüter. Nur die Lebensmittellieferungen scheinen mittlerweile zu funktionieren. Und die Zukunft? Die FARC-Kämpfer machen sich ziemlich utopische Vorstellungen über ihre Zukunft in der Zivilgesellschaft. „Reue“ gehört nicht zu ihrem Wortschatz – von einer Versöhnung ist Kolumbien noch weit entfernt. Und den früheren FARC-Gebieten machen sich inzwischen die Drogenkartelle breit. Ivo Marusczyk hat eine FARC-Übergangszone besucht.

(ARD)


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