Hand eines jungen Mannes mit Computer Maus und Tastatur. (Foto: picture alliance/dpa-Zentralbild)

Per Mausklick Wohnsitz ummelden

Emil Mura/ Onlinefassung: Anne Schubert   22.08.2017 | 16:36 Uhr

Lästige Wege zum Amt sollen bald der Vergangenheit angehören. Ab 2020 sollen Bürger im Saarland Behördengänge über das Internet durchführen können. Dafür soll jetzt der rechtliche Rahmen geschaffen werden.

Video [aktueller bericht, 22.08.2017, Länge: 2:15 Min.]
Gesetz für E-Government im Saarland

Ziel des neuen Gesetzes zur Förderung der elektronischen Verwaltung, auch E-Government-Gesetz genannt, ist es, vom Handy oder Tablet aus zum Beispiel ein Auto zuzulassen, seinen Wohnsitz umzumelden oder seinen Personalausweis zu beantragen. "Damit werden die Verwaltungsdienste für die Bürger nutzerfreundlicher und effizienter", erklärt Ulli Meyer, Staatssekretär der saarländischen Landesregierung.

Das Gesetz soll aber nicht nur auf kommunaler Ebene greifen. Auch bundesländerübergreifende Behördengänge und eine Zusammenarbeit mit den Nachbarländern sollen möglich sein. "Aufgrund der besonderen geografischen Lage des Saarlandes als Grenzregion im Herzen Europas mit seinen vielfältigen Beziehungen zu Frankreich, Luxemburg und Belgien, ist eine Öffnungsklausel für elektronische Identifikationsverfahren der Nachbarländer im E-Government-Gesetz enthalten", sagt Meyer.

Speicherung der Daten in Rechenzentren

Die Daten sollen nicht auf privaten Servern, sondern in den Rechenzentren von Land und Kommunen gespeichert werden. Damit würde die Sicherheit der persönlichen Daten gewährleistet. Am Mittwoch, 30. August, befasst sich der Landtag mit dem Gesetzesentwurf.

Über dieses Thema wurde auch im aktuellen bericht vom 22.08.2017 berichtet.

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