Besserer Schutz für Geldautomaten im Saarland

Gefährdete Geldautomaten im Saarland bald dauerhaft weg?

Felix Schneider / Onlinefassung: Anne Staut   08.03.2024 | 15:04 Uhr

Die Banken im Saarland wollen ihre Geldautomaten besser gegen Sprengungen sichern. Unter anderem sollen Automaten nachts abgeschaltet werden. Besonders gefährdete Standorte könnten dauerhaft schließen.

Im vergangenen Jahr sind im Saarland zehn Geldautomaten gesprengt worden. Bei zwei weiteren blieb es beim Versuch. Die saarländischen Volksbanken und Sparkassen haben nun darauf reagiert und mit dem Innenministerium eine „Sicherheitspartnerschaft Geldautomaten Saarland“ geschlossen.

Die Sicherheitspartnerschaft sieht mehr Kommunikation und einen stärkeren Austausch zwischen Banken und dem Innenministerium vor. So sollen etwa Risikoabwägungen an Automatenstandorten gemeinsam erfolgen.

Video [aktueller bericht, 08.03.2024, Länge: 3:34 Min.]
Gesprengte Bankautomaten zwingen Land und Banken zum handeln

Banken deaktivieren Automaten bei Nacht

Erklärtes Ziel der Partnerschaft ist es, die Häufigkeit von Geldautomatensprengungen zu senken. Dazu gibt es verschiedene Maßnahmen: Automaten werden in der Nacht abgeschaltet, enthalten weniger Bargeld oder setzen Färbungs- sowie künftig Verklebetechniken ein, um gestohlenes Bargeld unverwendbar zu machen.

Mit der Risikoanalyse gehe einher, dass besonders gefährdete Standorte dauerhaft geschlossen werden könnten. Grundsätzlich erklären die Banken aber, ihr Angebot wie bestehend beizubehalten. Bisher sind sieben der Automaten, die im vergangenen Jahr gesprengt wurden, wieder im Einsatz.

Über dieses Thema haben auch die SR info-Nachrichten im Radio am 08.03.2024 berichtet.


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