Ford Werk Saarlouis (Foto: picture alliance / dpa)

Ford: Stellenabbau ohne betriebsbedingte Kündigungen

  11.01.2019 | 21:04 Uhr

Der Abbau von 1600 Stellen bei Ford in Saarlouis soll ohne betriebsbedingte Kündigungen vonstattengehen. Das hat der Betriebsratsvorsitzende Markus Thal gegenüber dem SR telefonisch bestätigt. Gemeinsam mit der Landesregierung arbeitet man an einem Konzept, um den Standort längerfristig zu sichern.

Der angekündigte Stellenabbau in Saarlouis soll über Altersteilzeit und andere Lösungen - vermutlich Abfindungen - organisiert werden. Wie es bei Ford langfristig weitergeht und ob der Standort Saarlouis auch nach 2024 gesichert ist, hängt laut Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger (SPD) auch von der nächsten Bilanz ab: "Es gibt bestimmte relevante Daten für das Jahr 2020, so wie Ford das jetzt vorgesehen hat. Dort will man bessere Bilanzen haben."

Video [aktueller bericht, 11.01.2019, Länge: 2:34 Min.]
Konzernleitung von Ford informiert über Stellenabbau

Überzeugungsarbeit in den USA

Um den Saarlouiser Standort zu sichern, arbeite das Wirtschaftsministerium mit Fachleuten gerade an einem Konzept, das der Deutschland-Chef Gunnar Herrmann dann in den USA vorlegen soll. „Ich hab in diesen Tagen auch der Ford-Leitung in Köln versichert, dass wir, sobald wir alles zusammen getragen haben, natürlich auf sie zukommen werden", sagte Rehlinger. "Wir stehen jetzt schon in permanentem Gespräch. Wir werden dieses Konzept eng abstimmen mit den Beschäftigten und mit dem Betriebsrat, damit das auch ein Gesamtaufschlag wird. Denn es geht nicht nur darum, in Köln zu überzeugen, sondern es geht auch darum, in den USA zu überzeugen.“

Das Konzept soll in den nächsten zwei bis drei Wochen fertig sein. Die Arbeitnehmervertreter sagen, sie würden für Gespräche mit der Landesregierung bereitstehen.

Über dieses Thema wurde auch im aktuellen bericht vom 11.01.2018 berichtet.