Feridun Zaimoglu (Foto: dpa)

Feridun Zaimoglu: "Evangelio - Ein Lutherroman"

Lesung und Gespräch, Gesprächspartner: Ralph Schock

(Mitschnitt der Veranstaltung vom 24. März 2017 im ARD-Forum auf der Leipziger Buchmesse)  

Sendung: Dienstag 28.03.2017 20.04 bis 21.00 Uhr


4. Mai 1521 bis 1. März 1522: Martin Luther hält sich auf der Wartburg auf. Unfreiwillig, denn er ist auf Geheiß des Kurfürsten von Sachsen in Gewahrsam genommen worden. Dort sieht er sich großen Anfechtungen ausgesetzt, dort vollbringt aber auch sein bedeutendstes Werk: In nur zehn Wochen übersetzt er das Neue Testament ins Deutsche. Feridun Zaimoglu begibt sich in die Zeit, auf die Burg und in die Kämpfe, die Luther auszufechten hat. Dazu bedient er sich eines Ich-Erzählers, des katholischen Landsknechts Burkhard, der Luther beschützen soll. Seine Perspektive ist es, die den Blick auf das Leben und die Qualen des Reformators eröffnet. Zaimoglu erzählt von einem großen Deutschen in einer Zeit des Umbruchs.

Feridun Zaimoglu, geboren 1964 im anatolischen Bolu, lebt seit seinem sechsten Lebensjahr in Deutschland. Er studierte Kunst und Humanmedizin in Kiel. 2002 erhielt er den Hebbel-Preis, 2003 den Preis der Jury beim Bachmann-Wettbewerb in Klagenfurt und 2005 den Adelbert-von-Chamisso-Preis. Im Jahr 2005 war er Stipendiat der Villa Massimo in Rom. Er erhielt den Hugo-Ball-Preis und den Grimmelshausen-Preis sowie mehrere andere Auszeichnungen. Er ist bekannt geworden mit seinen Romanen „Leyla“, „Liebesbrand“ und zuletzt „Siebentürmeviertel“. 2007 hielt er die traditionelle Rede an die saarländischen Abiturienten.


Anschließend, gegen 20:40 Uhr:

ZeitschriftenLese

von Michael Buselmeier


Vorschau

In "Literatur im Gespräch" am kommenden Dienstag, 4. April:

Eigenwillig und originell
Ann Cotten erhält den Hugo-Ball-Preis 2017
(Mitschnitt der Veranstaltung vom 12. März 2017 im Forum Alte Post in Pirmasens)


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Literatur im Gespräch

Dienstags von 20.04 bis 21.00 Uhr auf SR 2 KulturRadio

Ein Forum für literarische Texte, die im Gespräch sind oder durch die Sendung ins Gespräch gebracht werden sollen.

Es handelt sich um Romane, Erzählungen, Essays oder Gedichte, die veröffentlicht oder noch unveröffentlicht sind. Die Sendung will Autoren von "draußen" ins Land und Autoren aus dem Land nach draußen vermitteln. Zu hören sind Studiogespräche sowie Mitschnitte öffentlicher Lesungen von bekannten und unbekannten Schriftstellern, von Nobelpreisträgern wie (wenn sie interessant sind) von Autoren, die ihre Bücher im Selbstverlag herausbringen. Die Autoren sind in der Regel deutschsprachig.

Redaktion: Dr. Ralph Schock 

Kontakt: literatur-im-gespraech@sr.de


ZeitschriftenLese
Einmal im Monat von ca. 20.45 bis 21.00 Uhr mit einem Blick auf aktuelle Literaturzeitschriften - in der Rubrik "ZeitschriftenLese".

Die nächsten Termine:

N.N.

Die "ZeitschriftenLese" gibt's auch online bei poetenladen.de.

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