Zana Ramadani - Die verschleierte Gefahr (Foto: Buchverlag)

Zana Ramadani: Die verschleierte Gefahr

Die Macht der muslimischen Mütter und der Toleranzwahn der Deutschen

 

Sendung: Sonntag 28.05.2017 9.04 bis 10.00 Uhr

“Die verschleierte Gefahr”. So beschreibt Zana Ramadani das Kopftuch, das sie für ein Zeichen der Unterdrückung der Frauen hält. In Ihrem aktuellen Buch kritisiert sie vor allem die muslimischen Frauen selbst: Nicht zuletzt sie seien es, die die falschen Werte vermitteln. Die ehemalige Femen-Aktivistin ist in einer muslimischen Familie aufgewachsen und analysiert in ihrem Buch “Die verschleierte Gefahr” unter anderem, wie sich die religiöse Erziehung auf das Frauenbild von jungen muslimischen Männern auswirkt.  Ramadani schreibt dabei, wie sie sagt, nicht gegen den Glauben an sich an. Ihr geht es lediglich um ein in ihren Augen falsches Verständnis von Religion, um den Kampf gegen das Patriarchat und um das Recht, frei zu leben. Und dafür findet sie deutliche Worte.

Moderation: Kai Schmieding


Vorschau

4. Juni: Gerlinde Unverzagt: Generation ziemlich beste Freunde

11. Juni: Prof. Wolfgang Huber: Glaubensfragen - Eine evangelische Orientierung

18. Juni: Olaf Sundermeyer: Bandenland. Deutschland im Visier von organisierten Kriminellen

25. Juni: Sebastian Krumbiegel: Courage zeigen. Warum ein Leben mit Haltung gut tut
(öffentliche Veranstaltung im Rahmen des Wustweiler Dorffestes in der Seelbachhalle)


Rückblick

Auf dieser Seite können Sie auch noch weiter zum Thema Lebensmittel & Co. diskutieren.

Sonntag, 21. Mai, 9.04 bis 10.00 Uhr: Fragen an den Autor
Jörg Blech: Schmeckt's noch?
Gluten, Laktose, Zucker, Fett und allergene Stoffe - immer mehr Dinge, die wir im Blick behalten müssen. Oder doch nicht? Wie wir uns gesund ernähren können ohne in eine Essens-Hysterie zu verfallen, hören Sie in "Fragen an den Autor" um 9.04 Uhr auf SR 2 KulturRadio .


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Redaktion: Kai Schmieding
Verantwortlich: Thomas Bimesdörfer

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13 Kommentare

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Magdalena gestern, 09:10 Uhr

Der letzte Schwerpunkt in der Sendung, als Frau Ramadani zum Aushalten der Meinung anderer hinwies, um zu Gesprächen mit gewaltfreien Inhalten zu gelangen (meine Interpretation), regte mich zum intensiven Nachdenken an. Auch die wertfreie Ausdrucksweise, zu sehen wie es tatsächlich ist, war erfrischend. So erscheint mir heute TOLERANZ oder INTOLERANZ zu ungenau. Danke!

Birgit Fess 28.05.2017, 11:44 Uhr

Ich habe die heutige Sendung mit großem Interesse verfolgt und hätte Frau Ramadani und Herrn Schmieding gerne noch eine weitere Stunde zugehört. Ich bin ebenfalls der Meinung, dass Mütter mit der richtigen Erziehung sehr viel bewirken können, dies erfordert aber Kenntnisse der "besseren" Erziehung. Da fehlt dann oft die Bildung, der Mut und das unterstützende Netzwerk. Es muss noch viel getan werden und da sind so mutige Frauen wie die Autorin ganz wichtig. Vielen Dank für die sehr gute Sendung, ich werde das Buch mit großem Interesse lesen.

Wadimy 28.05.2017, 10:07 Uhr

Kluge, mutige Autorin zu einem Thema, das uns noch lange beschäftigen dürfte. Interessant die Frage- und Argumentationsweise des ansonsten souveränen Moderators übrigens, wo immer wieder der Versuch der Relativierung zu erkennen war. Einerseits entspricht das der Funktion des Moderators, andererseits wurde hier aber auch die mögliche Achillesferse einer freiheitlichen Gesellschaft deutlich: die Gefahr der Toleranz gegenüber Intoleranz. 

Derschonwiedermal 27.05.2017, 09:35 Uhr

Zum Titel islamischen Terror kann ich auch obskur. Oder doch nicht? Erst wenn man die Inhalte der beiden Videos verbindet, ergibt es einen Sinn. Aber Vorsicht, das alte Weltbild pröckelt dann dahin. :) https://www.youtube.com/watch?v=4Za9z_rIFLw

Wadimy 25.05.2017, 00:09 Uhr

@ Derschonwieder: Danke für den Link, der zu deutlich weniger obskuren Überlegungen führt, als ich es erwartet hätte. Nachdenkenswert immerhin.

Derschonwieder 24.05.2017, 16:38 Uhr

Wir tolerieren uns in die Auflösung, wie von Geostrategen geplant und gewünscht. https://youtu.be/qd492OSqsAo?t=786

Wadimy 24.05.2017, 07:51 Uhr

Ganz grundsätzlich stellt sich für mich die Frage: Ist eine Religion wie der Islam, zu dessen Kernpunkten die Pflicht der Einmischung in staatliche Angelegenheiten und die Unterordnung der Frau unter den Mann gehört, mit einer freiheitlichen, säkularen Gesellschaft, zu deren grundlegendem Selbstverständnis die Gleichberechtigung der Frau gehört, überhaupt kompatibel?

Magdalena 23.05.2017, 13:39 Uhr

@ Wadimy, bin neugierig, ob die Autorin auf meine Frage eine Antwort kennt... - Eine uralte Reinkarnationslehre des organisierten Islam hatte die Vorstellung, dass es eigentlich keine Frauen gibt. Frauen, so lautete dieses Dogma, sind Männer, die nicht vortrefflich gelebt haben, deshalb zur Strafe als Frau inkarnieren müssen, denen dann von den eigentlichen Wesen, die wir alle sind, Männer, eine Läuterung im Leben ermöglich wird. Dazu gehört es auch, dass die Frau als weibliches Wesen dafür zu sorgen hat, dass die männlichen Wesen weiterhin inkarnieren können. - Wie mir bekannt ist, gibt es diese Strömung immer noch im orthodoxen Islam. Was die Toleranz angeht, so sollte diese DAS LEBEN an sich unterstützen.

Jürgen Engel 23.05.2017, 11:34 Uhr

Toleranz endet sicher dort wo die Gesetze nicht eingehalten werden. Doch wie weit soll sich eine Gesellschaft in die häufig sehr unterschiedlichen Wertvorstellungen einer Familie einmischen? Es gibt auch christlich geprägte Familien, die ein konservatives Weltbild und Rollenverhalten leben und an ihre Kinder weiterzugeben suchen. Gerade eine freiheitlich organisierte Gesellschaft sollte die Sichtweise dieser Leute kritisieren und im Gegenzug für die eigenen Werte offen und öffentlich werben dürfen, aber Verbote oder Einschränkungen z.B im Erscheinungsbild ( Kleidung ) nur weil uns deren antiquiertes Weltbild nicht gefällt stünden doch im Widerspruch zu unserer freiheitlichen Grundwerten, oder?

Wadimy 23.05.2017, 10:01 Uhr

Selbstverständlich: "...Belohnung, die nicht von der..."

Wadimy 23.05.2017, 00:00 Uhr

@ Magdalena: Was gibt es denn für eine strenggläubige Muslimin für eine Belohnung, die von der glanzvollen Aussicht getoppt werden könnte, im Paradies einem Märtyrer zu Diensten sein zu dürfen? ;-)

Magdalena 22.05.2017, 13:48 Uhr

" Die muslimischen Frauen herrschen in der Familie. Ihre Töchter erziehen sie zu willenlosen Lemmingen, (...)" - So gelesen auf der Verlagsseite für das Buch von Frau Ramadani. Ich stimme voll und ganz zu, jedoch wie kann es dann kommen, das die vermeintlichen "willenlosen Lemminge" zur Herrscherin werden? Auch in unserer Kultur und der christlichen Tradition hat die Mutter als Herrscherin einen oft noch voreingenommenen Status, bis heute... Immer wieder wird zitiert, dass ein Muslim nach dem Tod 72 Jungfrauen erwartet, vor allem wenn er für den "Glauben" starb. Was sagt denn diese organisierte Religionsgemeinschaft den verstorbenen Frauen voraus? Ich konnte dies bisher nicht erkunden.

Wadimy 22.05.2017, 13:42 Uhr

Tja, die Toleranz der Deutschen, die v.a. aus historischen Gründen immer mal wieder zur Übertreibung neigt. In diesem Zusammenhang sei betont, dass Toleranz sich selbst ad absurdum führt - und längerfristig auch zu ihrer eigenen Schwächung beiträgt -, wenn sie gegenüber Intoleranz geübt wird.