Logo der ARD-Themenwoche "Zukunft der Arbeit" (Foto: ARD)

Die ARD-Themenwoche 2016: „Zukunft der Arbeit“

  18.10.2016 | 11:19 Uhr

Ob wir es wahrhaben wollen oder nicht: Die Zukunft der Arbeit hat längst begonnen. Digitalisierung und Globalisierung schreiten unaufhaltsam voran. Die klassische Erwerbsarbeit des Industriezeitalters verliert an Bedeutung. "Industrie 4.0", "Sharing-Ökonomie" oder "Cloud-Working" heißen die Schlagworte. Vom 30. Oktober bis zum 5. November dreht sich bei der ARD-Themenwoche alles um die Zukunft der Arbeit.

„Zukunft der Arbeit“ ist der Titel der ARD-Themenwoche 2016, die in diesem Jahr vom Saarländischen Rundfunk, vom Hessischen Rundfunk und von Radio Bremen verantwortet wird. Eine Woche lang, vom Sonntag, 30. Oktober, bis Samstag, 5. November, beleuchten Sendungen im Ersten, in allen Programmen und in den Partnerprogrammen der ARD, im Radio und im Internet die unterschiedlichen Facetten der digitalen Arbeitswelt und wie sich die Menschen heute und morgen über ihre berufliche Tätigkeit definieren.

Der Intendant des für die diesjährige Themenwoche mitverantwortlichen Saarländischen Rundfunk, Professor Thomas Kleist, sagte: „Niemand von uns kann exakt vorhersagen, wie wir in zwanzig, dreißig Jahren leben und arbeiten werden. Die Digitalisierung wird dabei eine maßgebliche Rolle spielen. Aber wir dürfen uns der technischen Entwicklung und ihren Folgen für das Zusammenleben der Menschen nicht passiv ausliefern. Vielmehr müssen wir unsere Zukunft aktiv mitgestalten. Dabei helfen Information, Orientierung und eine breit angelegte gesellschaftliche Diskussion mit allen Betroffenen. Die ARD und federführend auch der Saarländische Rundfunk werden mit der Themenwoche „Zukunft der Arbeit“ im Radio, im Fernsehen und im Internet hierzu einen kompetenten Beitrag leisten.“


„Zukunft der Arbeit“ in den Programmangeboten des Saarländischen Rundfunks


SR 1 Europawelle


„Die Zukunft der (anderen) Arbeit“

Die Arbeit der Zukunft findet nicht nur in den digitalisierten Fabriken der „Industrie 4.0“ statt oder in den globalen „Clouds“ mobiler Job-Nomanden der Generation Y. Auch in Zukunft arbeiten wir neben unserem eigentlichen Job täglich für und mit Menschen in unserem persönlichen Umfeld: Familienarbeit, Pflege, Ehrenamt – alles (meist unbezahlte) Arbeit, ohne die weite Teile unserer Gesellschaft nicht funktionieren würden.

Die Zukunft der Erwerbsarbeit führt auch dazu, dass wir die nicht bezahlte Arbeit neu denken müssen. Denn wo sich Jobs verändern oder gar wegfallen, bieten sich auch neue Freiräume: für Familie oder soziales Engagement. Dabei macht der technische Fortschritt auch vor diesem Bereich nicht halt. Doch wollen wir im Alter von einem Pflegeroboter betreut werden oder von einem Menschen? Ein Beitrag von Julia Lehmann.

SR 1 Abendrot

Montag, 31. Oktober, 19.04 Uhr

In der ARD-Themenwoche widmet sich „Abendrot“ der „Zukunft der Arbeit“; im Talk kommen drei Experten zu Wort, die bereits heute die Zukunft der Arbeit mitgestalten bzw. diesen Prozess kritisch und verantwortungsbewusst begleiten:

Prof. Wolfgang Wahlster ist Informatiker und Direktor am Deutschen Forschungszentrum für künstliche Intelligenz in Saarbrücken. Er ist einer der Väter des Zukunftsprojektes „Industrie 4.0“, von dem er sich eine humanere Arbeitswelt durch den Einsatz künstlicher Intelligenz verspricht.

Prof. Daniel Veit (Universität Augsburg) gilt als einer der führenden deutschen Experten zur „Sharing Economy“. Darunter versteht man einen kollaborativen Konsum, bei der digitale Technologie zwischen Anbieter und Nachfrager vermittelt. Veit prognostiziert: „Die Sharing Economy entwickelt sich zu einer neuen ökonomischen Dimension“.

Prof. Niko Peach forscht an der Universität Oldenburg zur so genannten Postwachstumsökonomie, also Wirtschaftssystemen, die zur Versorgung menschlicher Bedürfnisse nicht auf Wirtschaftswachstum ausgelegt sind, sondern auf Wachstumsrücknahme. Paech setzt auf alternative Arbeits-Modelle zur Existenzsicherung und ist Verfechter eines bedingungslosen Grundeinkommens.


SR 2 KulturRadio


ARD Radiofeature

Samstag, 29. Oktober, 17.04 Uhr, SR 2 KulturRadio, und Montag, 31. Oktober, 20.04 Uhr, AntenneSaar

Schwer behindert

Die Arbeitslosigkeit von Schwerbehinderten steigt, obwohl sich die Lage am Arbeitsmarkt insgesamt verbessert und Unternehmen über Fachkräftemangel klagen. Doch ein Viertel aller beschäftigungspflichtigen Betriebe weigert sich, Menschen mit Behinderungen einzustellen und zahlt stattdessen lieber die vom Gesetzgeber verordneten Ausgleichsabgaben. In Bewerbungsverfahren, besonders für Stellen in Leitungsfunktionen, werden Behinderte häufig ausgebremst. Immer wieder vermitteln Arbeitsagenturen und Jobbörsen hoch qualifizierte Schwerbehinderte allenfalls an Behinderteneinrichtungen oder in Computerkurse, nicht jedoch auf Stellen, die ihren Fähigkeiten entsprechen. Und dies obwohl Deutschland 2007 als einer der ersten Staaten die UN-Behindertenrechtskonvention unterzeichnet hat, die Diskriminierung von Menschen mit Behinderungen, auch im Arbeitsleben, verbietet.
Ein Feature über hoch qualifizierte Menschen von Charly Kowalczyk, Produktion SR, Redaktion Barbara Krätz

„Fragen an den Autor“

Sonntag, 30. Oktober, 9.04 Uhr

„Rückkehr der Diener“ von Christoph Bartnmann

Wer, abgesehen von einigen Superreichen, „hält sich“ heute noch Personal? Man denkt an Butler und Kammerzofen – und fühlt sich nicht betroffen. Was aber ist mit der „Putzhilfe“, dem Gärtner, dem Lieferservice? Eine Dienstleistungsgesellschaft braucht auch Diener. Das muss nicht problematisch sein, wenn die Arbeitsbedingungen stimmen.

Droht eine Zwei-Klassen-Gesellschaft mit rechtlosem Personal, das nur das allernötigste hat, und reichen „Herrschaften“? Gibt es eine Parallelgesellschaft?

Fragen an Christoph Bartmann zu: „Die Rückkehr der Diener. Das neue Bürgertum und sein Personal“.

SR 2 reist nach "Elektropolis – die vollautomatische Stadt"

Montag, 31. Oktober, bis Freitag, 4. November, innerhalb SR 2 – Der Morgen (ab 6.05 Uhr) und SR 2 – Der Nachmittag (ab 14.05 Uhr)

Eine kleine Radio-Expedition im Rahmen der ARD-Themenwoche "Zukunft der Arbeit"

Wie sieht sie aus – die Stadt der Zukunft? Wie funktioniert sie und vor allem: wie wird dort gearbeitet? Erich Kästner hat sich dieser Frage bereits 1931 in seiner Erzählung Der 35. Mai gestellt und eine faszinierende Vision gewagt: Der Junge Konrad hat als Hausaufgabe einen Aufsatz über die Südsee auf. Ein Glück, dass es der 35. Mai ist – da muss der Mensch auf alles gefasst sein! Konrad verbringt den Nachmittag bei Onkel Ringelhuth, dem Apotheker, und der kennt sich bestens mit fantasievollen Geschichten aus. Als dann auch noch das rollschuhlaufende Droschkenpferd Negro Kaballo in der Wohnung steht, kann die Reise losgehen. Durch den Wandschrank macht sich das Dreiergespann auf den Weg in die Südsee – denn auf diese Art dauert es weniger als zwei Stunden! Ihre Reise führt sie durchs Schlaraffenland, in dem körperliche Anstrengung und Arbeit verpönt sind, die verkehrte Welt, in der Kinder Erwachsene erziehen, und auch nach Elektropolis – die vollautomatische Stadt. Hier ist Arbeit ein Vergnügen, Autos fahren von alleine, die Menschen telefonieren mobil und die Nahrung wird in riesigen Maschinen gewandelt. Willkommen in der Zukunft! Oder im Jahr 2016? Aber, wehe die Energie wird zu groß – das Chaos naht! Ein abenteuerlicher Ausflug auf SR 2KulturRadio in fünf Folgen. Morgens und nachmittags zu hören oder in der Mediathek auf SR2.de.

MusikWelt

Mittwoch, 2. November, 11.20 Uhr (innerhalb der Sendung „SR 2 – Der Vormittag“)

Orchesterfusionen, Orchesterschließungen, Etatkürzungen und die Folgen

Was passiert mit tausenden MusikstudentInnen deutschlandweit, wenn Orchester fusionieren oder ganz ihre Pforten schließen? Denn dass an deutschen Hochschulen schon lange weit über Bedarf ausgebildet wird, insbesondere auf dem Gebiet der Orchestermusik, ist bekannt. Welcher Zukunft sehen angehende Orchestermusiker in Deutschland entgegen?

Bücherlese

Mittwoch, 2. November, 19.15 Uhr

Gegenwart und Zukunft der Arbeit von Autoren und Übersetzern

Mit Tilla Fuchs und den Gästen Klaus Behringer (VS-Saar) und Hinrich Schmidt-Henkel (Verband deutschsprachiger Übersetzer)

Wie sieht die Zukunft der Arbeit von Autoren aus? Verbessern oder verschlechtern sich die Arbeitsbedingungen von Übersetzern im digitalen Zeitalter? Welche konkreten Veränderungen ergeben sich durch die Digitalisierung? Werden Autoren, die sich dieser Entwicklung verweigern, irgendwann abgehängt? Verdrängt das „ebook“ das gedruckte Buch? Wie sieht die Zukunft der Verlage im Saarland aus?

Fragen, die Klaus Behringer, der langjährige Vorsitzende des Saarländischen Schriftstellerverbands, und Hinrich Schmidt-Henkel, der Vorsitzende des Verbands deutschsprachiger Übersetzer, zu beantworten suchen.

MusikWelt

Donnerstag, 3. November, 11.20 Uhr (innerhalb der Sendung „SR 2 – Der Vormittag“)

Schmelztiegel für den Musikernachwuchs? – Das Landesjugendorchester Saar

Viele Mitglieder fiebern ihnen monatelang entgegen – den Arbeitsphasen des Landesjugendorchesters Saar, die an Ostern und im Herbst zwischen 60 und 80 Nachwuchsmusiker versammeln. Und das seit 1982. Das LJO Saar ist längst eine feste Größe im saarländischen Musikleben und wird inzwischen sogar schon von den Kindern der ersten Generation von LJO-Mitgliedern frequentiert.

Wir sprechen mit dem Chefdirigenten Alexander Mayer und Bernhard Fromkorth vom Landesmusikrat Saar über die aktuelle Arbeitsphase und künftige Herausforderungen für das Junge Orchester.

Aladins Wunderlampe

Donnerstag, 3. November, 20.04 Uhr; HörspielZeit/ARD Radio Tatort

Einen Besuch im Bordell bekommt Lukas Busch von seinem Vater zum 18. Geburtstag geschenkt. Vater Busch ist Stammkunde im „Aladin“, dem neuen Saarbrücker Groß-Bordell, das auch viele Franzosen besuchen. Lukas reagiert angewidert auf das „Aladin“. Sein Vater ist darüber so enttäuscht, dass er sich noch am selben Abend mit dem Bordellbesitzer Foldur anlegt.

Wenige Tage später verbrennt der alte Busch in seiner Werkstatt und wird damit zum Fall für die Saarlouiser Kommissare Michel Paquet und Amelie Gentner. Den beiden erscheint nicht nur Foldur verdächtig, sondern auch Denaux, Anhänger einer französischen Anti-Prostitutionsbewegung. Denaux bringt insbesondere Kommissarin Gentner zum Nachdenken – über den Mordfall, natürlich, aber auch über ihre Haltung zur Prostitution.

Mit Brigitte Urhausen, André Jung, und anderen.

Autorin Madeleine Giese, geboren 1960 in Lebach/Saar. Schauspiel-Studium und Studium der Theaterwissenschaft. Schreibt seit 1987 für Kabarett, Rundfunk und Theater, außerdem Kriminalromane

Wiederholung am Sonntag, 6. November, 17.04 Uhr auf SR 2 KulturRadio und ein Jahr im Internet auf www.ard.de/radiotatort.

MusikWelt

Freitag, 4. November, 11.20 Uhr (innerhalb der Sendung „SR 2 – Der Vormittag“)

Auf Publikumsfang beim Nachwuchs – Musikvermittlung und der Konzertsaal der Zukunft oder wie begeistert man heute noch Menschen für klassische Musik?

Das Netzwerk Junge Ohren ist eine Plattform, die deutschlandweite Musikvermittlungsprojekte sammelt, zwischen den Akteuren vermittelt und sie konkret bei ihren Projekten unterstützt, und damit die vielfältige Szene hierzulande strukturiert und organisiert.

SR 2 Diskurs – „Das Historische Quartett“

Freitag, 4. November, 19.15 Uhr

Arbeit um jeden Preis

Eine Podiumsdiskussion zu den wirtschaftlichen und politischen Folgen der Bewältigung der so genannten Stahlkrise im Saarland und dem dadurch gesicherten Erhalt von Arbeitsplätzen in der Montanindustrie.

Es diskutieren: Prof. Werner Abelshauser, Universität Bielefeld , Gerd Meiser, ehem. Redakteur der SZ-Lokalredaktion Neunkirchen, u.a.

Moderation Thomas Bimesdörfer

HörStoff

Samstag, 5. November, 9.05 Uhr

„Erst die Arbeit – und dann?“ Auf Tour mit der Zukunft 4.0

Ein schwerer Brummi auf der Autobahn – Inbegriff für Warenaustausch, Wachstum, Mobilität? Vielleicht. Aber auch für einen harten Job. Zeitdruck, dichter Verkehr, ungemütliche Raststätten. Für Lina L., Fernfahrerin, ist das Alltag. Sie hängt an ihrem Job. Begründung: Aufbruch in der Morgendämmerung. Unterwegs sein, Freiheit. So ein Gefühl, das schwer zu beschreiben ist.

Peter K. ist Informatiker, Schwerpunkt Verkehr. Seine Vision: in 10 bis 15 Jahren wird es die klassischen Fernfahrer nicht mehr geben. Sie werden zu Logistik-Dienstleistern. Der Brummi fährt dann autonom. Viel sicherer und rentabler.

Erst die Arbeit – und dann? Was macht es mit uns, als Mensch und als Gesellschaft, wenn uns die Arbeit abgenommen wird, von autonomen Geräten? Wenn Algorithmen entscheiden, was richtig und falsch ist, von der Einparkhilfe über die Brummi-Steuerung bis zum Fertigungsprozess 4.0? Entwickeln wir neue Freiheiten und Sicherheiten, neue Wertschätzungen und Strukturen – oder verlieren wir am Ende unseren Wert?

Ein Feature von Dagmar Scholle

MusikWelt

Samstag, 5. November, 11.20 Uhr (innerhalb der Sendung „SR 2 – Der Vormittag“)

Saarbrücker Musikstudenten 2.0 – Was bedeutet ein Musikstudium im Jahre 2016 an der HfM Saar?

Was vor 30 Jahren mit einem guten Studienabschluss in der Tasche noch relativ gut absehbar war – eine feste Stelle in einem Orchester, als Opernsänger, Musiklehrer oder Instrumentallehrer – ist heutzutage für kaum einen Musikstudenten mehr gesetzt. Denise Dreyer hat einige Studenten und Studentinnen und den Hochschulrektor Wolfgang Mayer für die MusikWelt getroffen.


SR 3 Saarlandwelle


SR 3 Saarlandwelle wird die fiktive Familie Backes aus St. Ingbert in den Mittelpunkt der Themenwoche stellen.

Sie lebt und arbeitet im Jahr 2030. Vater Patrick arbeitet bei einem saarländischen Automobilzulieferer. Er ist mit Industrie 4.0 groß geworden, sein bester Kollege ist ein Roboter. Viele seiner Kollegen sind dagegen entlassen worden.
Seine Frau Julia dagegen musste sich im Beruf mächtig umstellen. In ihrem Pflegeberuf arbeitet sie jetzt auch mit Robotern zusammen. Der wäscht und hebt die Patienten, Julia ist für das Gespräch und die Medikamente zuständig. In ihrer Freizeit pflegt Julia außerdem noch ihre kranke Mutter.

Anhand dieser Familie werden wir plastisch darstellen, wie sich die Arbeit in den nächsten Jahren wahrscheinlich ändern wird, wer zu den Gewinnern und wer zu den Verlierern dieser Entwicklung zählt. Wir werden auch fragen, was die Kinder der Familie Backes in der Schule und an der Uni lernen müssen, um im modernen Berufsleben Schritt halten zu können.

„Land und Leute“

Sonntag, 31. Oktober, 12.30 Uhr

In dem Feature „Land und Leute“ werden wir darstellen, wie unsere Arbeit gestern, heute und morgen aussieht bzw. ausgesehen hat. Wie hat es der Großvater gemacht im Betrieb, wie machen es jetzt Vater und Tochter? Welche Wandlungen musste der Betreib überstehen? Wie viele Mitarbeiter konnten den Weg mitgehen?

„Aus dem Leben“

Dienstag, 1. November, 20.05 Uhr

In der Sendung „Aus dem Leben“ wollen wir alternativen Lebensmodellen nachgehen. Manche rufen schon das Zeitalter des „Postkapitalismus“ aus – ist das die Lösung für Ressourcen-Knappheit, Umweltverschmutzung und Burn-Out?


Fernsehen


„aktuell“

werktags 16.00 / 17.00, täglich 18.00 Uhr und 21.45 Uhr, SR Fernsehen

Die Nachrichtensendung aktuell beleuchtet das Thema „Zukunft der Arbeit“ aus verschiedenen Blickwinkeln und porträtiert einen Saarländer, der seinen Job auf der Bank aufgibt, um in Kuba E-Bikes an Touristen zu verleihen. Neue Arbeitsmodelle für Kreativschaffende werden vorgestellt sowie Rentner, die ehrenamtlich als Ausbilder arbeiten. Ebenfalls im Programm sind moderne Goldgräber, die im Internet mit Apps versuchen, Geld zu machen. Außerdem wirft „aktuell“ einen Blick auf die Arbeit in der Fabrik der Zukunft. Dort ist der Kollege immer öfter ein Roboter.

„aktueller bericht“

werktags 19.20 Uhr, Samstag und Sonntag 19.45 Uhr, SR Fernsehen

In einer täglichen Serie nimmt auch das SR-Landesmagazin die „Zukunft der Arbeit“ unter die Lupe. Das Thema hat zahlreiche Facetten. Neue Arbeitswelten durch künstliche Intelligenz – Chancen und Risiken auf einem Arbeitsmarkt im Zeitalter der Industrie 4.0 – das Handwerk und seine Zukunftschancen: Das sind einige der Themen. Der „aktuelle bericht“ fragt nach, welche Bedeutung Arbeit für die Menschen hat, wie wichtig Arbeit für die Saarländer ist, wie zufrieden sie mit ihrer Arbeit sind, und ob Arbeit gerecht entlohnt wird. Außerdem im Blick: die Situation von Langzeitarbeitslosen sowie der Bereich der Familienarbeit – Hausarbeit ohne Lohn?
In der täglichen Rubrik „Sport im aktuellen bericht“ geht es unter anderem um neue Berufszweige im Sport- und Gesundheitsmanagement, z.B. Gelenkmedizin mithilfe elektonischer/digitaler Methoden.

Gott und die Welt: Die Aufstocker – Trotz Arbeit Hartz IV

Sonntag, 30. Oktober, 17.30 Uhr, ARD – Das Erste

Carina W. kommt finanziell kaum über die Runden. Sie wird nach dem Mindestlohn bezahlt und muss sich trotzdem immer wieder beim Jobcenter melden, um den Lohn mit Hartz IV aufstocken zu lassen. Die 51jährige arbeitet als Roadie auf Festivals und zusätzlich als Putzfrau. Aber selbst das Benzin für ihr altes Auto, auf das sie angewiesen ist, kann sie kaum bezahlen. Beim Jobcenter muss sie jeden Cent und jede noch so kleine Ausgabe genau erklären. Das beschämt und verärgert sie zugleich. So wie Carina geht es vielen in Deutschland. Im Kreis Lauenburg gibt es ein freiwilliges Beratungsprojekt, das dabei hilft, Wege aus der „Aufstocker-Falle“ zu finden. Diese sind nicht leicht, denn dazu gehört auch Mut und Selbstvertrauen bei den Betroffenen. Der Film von Lars Ohlinger in Das Erste zeigt, was es heißt, trotz harter Arbeit an der Armutsgrenze zu leben und welche Chancen und Schwierigkeiten es gibt, dort wegzukommen.

„Wir im Saarland – Grenzenlos“

Montag, 31. Oktober, 19.50 Uhr, SR Fernsehen

Die SR-Magazinsendung wirft wie gewohnt den Blick über die Grenzen hinaus und geht der Frage nach, wie klassische Arbeitsfelder zukunftssicher gemacht werden können. Der kleine, typisch elsässische Ort Ungersheim will den Sprung in eine autarke Zukunft schaffen, z.B. durch die größte Solaranlage Ost-Frankreichs oder durch lokales Geld. Aber auch bei der Ernährung denkt der Bürgermeister fortschrittlich und hat einen städtischen Bauernhof eingerichtet, der künftig die Schulkantine und eine Konservenfabrik beliefern soll. Während rings herum ein Hof nach dem anderen stirbt, weil die Preise für landwirtschaftliche Produkte immer weiter fallen, gibt Ungersheim ein innovatives Beispiel, wie Landwirte von ihrer Arbeit leben können.

Der Geld-Check: Wer verdient, was er verdient

Montag, 31. Oktober, 20.15 Uhr, ARD – Das Erste

Unsere Einkommen auf dem Prüfstand

Kaum ein Geheimnis wird in Deutschland so streng gehütet wie das eigene Gehalt. In manchen anderen Ländern spricht man ganz offen darüber, wie viel Geld man am Monatsende nach Hause bringt. Manche veröffentlichen sogar die Steuererklärungen im Netz. Aber je geringer die Informationen, desto größer die Neugierde, wie viel der Nachbar oder die Kollegin am Schreibtisch nebenan bekommt. Sät die Heimlichtuerei eher Misstrauen? Oder sorgt sie für Ruhe im Karton, weil kein Neid aufkommen kann?

Wie hoch ist überhaupt das mittlere Gehalt eines Industriekaufmanns, einer Verkäuferin oder eines freien Journalisten? Verdienen Ärzt/innen tatsächlich ein Vielfaches des Pflegepersonals? Kann ein Vorstandschef jeden Tag tatsächlich so viel leisten wie 300 Kolleg/innen am Band? Oder verdienen die manchmal auch mehr, als man glaubt?

Wie haben sich die Einkommen im Verhältnis zu den Preisen entwickelt? Wie lange muss man heute für einen Kühlschrank oder ein Auto arbeiten? Was bleibt netto übrig, wenn man Steuern und Sozialversicherungen abzieht? Wie haben sich die Einkommen der besonders Armen und der besonders Vermögenden entwickelt? Und wer legt eigentlich fest, wie viel jemand verdient? Wie viel hat das Einkommen mit der persönlichen Leistung zu tun, und wie lässt sich der volkswirtschaftliche Wert einer Arbeitsleistung überhaupt ermitteln?

Ganz wichtig auch der Blick in die Zukunft: Die Digitalisierung der Wirtschaft wird gravierende Veränderungen mit sich bringen. Schon heute konkurrieren digitale Tagelöhner mit Kolleg/innen aus der ganzen Welt. Und immer häufiger müssen sie schon fertige Lösungsvorschläge einreichen, um sich überhaupt für ein Projekt bewerben zu können. Was heißt das für den sozialen Zusammenhalt in der Berufswelt von morgen?

Fragen über Fragen, denen die Autorinnen Nicole Würth und Sigrid Born für das Team der SR-Wirtschaftsredaktion im Rahmen der ARD-Themenwoche im Geld-Check "Wer verdient, was er verdient?" nachgeht.

Wiederholung im SR/SWR Fernsehen am Samstag, 5. November, 13.10 Uhr

Geschichte im Ersten: Arbeit war das halbe Leben

Montag, 31. Oktober, 23.30 Uhr, ARD – Das Erste

Als Manfred Baumgärtner in der Völklinger Hütte am Hochofen stand, war seine Arbeitswoche unglaubliche 56 Stunden lang. Arbeitsfrei am Samstag? Unvorstellbar! Er trug unzulängliche Arbeitskleidung, nicht einmal feuerfest.

Woran erinnern sich der Stahlwerker, die LPG-Bäuerin, der Bergmann, der Hochseefischer, die Krankenschwester und der Fließbandarbeiter, wenn sie an ihr Arbeitsleben denken? War es Last oder Lust? Maloche oder Kampf um bessere Bedingungen? Sechs Menschen, deren Arbeit heute getrost als Knochenjob bezeichnet werden kann, nehmen die Zuschauer mit in eine Welt, die vielerorts längst mit der Rationalisierung, Automatisierung oder Digitalisierung verschwunden ist: die der schweißtreibenden, körperlichen Arbeit. Sie erzählen voller Energie, Humor und Stolz.

Mit eindrucksvollem Archivmaterial und zum Teil noch nie gezeigten Bildern aus privaten Beständen entführt der Film in eine Arbeitswelt, die sich junge Menschen heute kaum noch vorstellen können. Arbeitsleben im Wandel – von Bremen bis nach Saarbrücken, von Rüsselsheim bis nach Mestlin in Mecklenburg. Der Film eröffnet persönliche und bewegende Rückblicke auf die vergehende Industriegesellschaft im Übergang zur Dienstleistungsgesellschaft.

(Eine SR-Co-Produktion mit dem Hessischen Rundfunk und Radio Bremen)

„Von der Pike auf gelernt – Berufe sellemols“

Dienstag, 1. November, 19.15 Uhr, SR Fernsehen

Das historische Magazin im SR Fernsehen schaut im Archiv nach, wie Arbeit und Berufsausbildung im Saarland früher ausgesehen haben. Die Bandbreite ist groß: Es geht um Nachsitzen für Konditoren, die Hausfrau des Jahres oder auch den Beruf der Raumpflegerin. „Sellemols“ ist in einer alten Seilerei, beim Büchsenmacher, zeigt aussterbende Berufe und zum guten Schluss einen Eignungstest für einen mittlerweile ausgestorbenen Beruf: Fernsehansagerinnen.

„Wir im Saarland – das Magazin“

Donnerstag, 3. November, 18.50 Uhr

Lebenslanges Arbeiten ist eines der Themen der neuen SR-Vorabend-Sendung. Immer mehr Menschen arbeiten nach der Rente – entweder weil sie müssen, oder weil es ihnen einfach Spaß macht. Das Magazin begleitet Menschen im so genannten Unruhestand.

„aus christlicher sicht“

Donnerstag, 3. November, 19.57 Uhr, SR Fernsehen

Die Verkündigungssendung im SR Fernsehen greift das Thema „Zukunft der Arbeit“ aus kirchlich-seelsorgerischer Sicht auf.

„SAARTALK“

Donnerstag, 3. November, 20.15 Uhr, SR Fernsehen

In der Talksendung des SR Fernsehen gemeinsam mit der Saarbrücker Zeitung diskutieren die Chefredakteure Norbert Klein und Peter Stefan Herbst mit ihren Gästen in dieser Spezialausgabe zur ARD-Themenwoche über das Thema „Zukunft der Arbeit“.

Abgehängt und ohne Zukunft? Langzeitarbeitslose auf Jobsuche

Donnerstag, 3. November, 21.00 Uhr, SR/SWR Fernsehen

Auf dem deutschen Arbeitsmarkt sieht es vergleichsweise gut aus, die Erwerbstätigenzahlen steigen. Doch eine Gruppe hat nichts von dem positiven Trend, im Gegenteil: Insgesamt gibt es in Deutschland mehr als eine Million Langzeitarbeitslose, also fast 40 Prozent aller Arbeitslosen. Ihre Zahl hat sich in den letzten fünf Jahren trotz besserer Gesamtlage kaum verändert. Im letzten Jahr ist sie sogar noch leicht angestiegen. Vor allem Ältere oder gering qualifizierte Personen finden so gut wie nie eine (neue) sichere Beschäftigung, von der man einigermaßen leben kann. Langzeitarbeitslose haben nicht nur mit persönlichen Problemen und Vorurteilen zu kämpfen, sondern auch damit, dass viele Fördermaßnahmen zurückgefahren wurden oder ohnehin nur kurzfristige Jobs ohne Lebensperspektive brachten. Nicht einmal jeder fünfte Langzeitarbeitslose hat in den letzten Jahren einen neuen bezahlten Arbeitsplatz gefunden.

Bei den über 55jährigen sind fast 50 Prozent der Arbeitslosen länger als ein Jahr ohne Job. Viele werden nie wieder eine Chance bekommen, selbst wenn sie besser ausgebildet sind als Jüngere. Fördermaßnahmen sind in den letzten Jahren erheblich zurückgefahren worden, und Besserung ist derzeit nicht in Sicht. Auch im Saarland nicht, wo die Zahl der Langzeitarbeitslosen in den letzten Jahren wie festbetoniert bei rund 14.000 liegt. Nachdem vor kurzem auch noch die Bürgerarbeit abgeschafft wurde, die im Saarland besonders stark genutzt wurde, ist die Situation für Langzeitarbeitslose noch aussichtsloser geworden.

Früher gab es viele einfache Arbeiten, die einen schnellen Einstieg ermöglichten und oft sogar erstaunliche Aufstiegschancen boten. Seitdem hat die Spezialisierung ständig zugenommen. Die Aufgaben wurden anspruchsvoller, die ganze Arbeitswelt hat sich immer weiter ausdifferenziert. Deshalb verrät eine Durchschnittszahl wie die Arbeitslosenquote heute weniger über die Chancen des Einzelnen als je zuvor. Experten und Sozialverbände wissen schon lange: Ohne einen dauerhaften Dritten Arbeitsmarkt werden diese Personen bis zum Lebensende abgehängt bleiben.

Autor Lars Ohlinger hat sich mit seinem Kamerateam auf den Weg gemacht, um die Schattenseiten des Arbeitsmarkts auszuleuchten und mit Menschen zu sprechen, die selten zu Wort kommen, weil sie von Politik und Medien allzu häufig übersehen werden.


SR.de


„Abgeschafft oder Selbstbestimmt – Wie wollen wir arbeiten?

Unter story.sr.de/arbeitundzukunft veröffentlicht sr.de eine multimediale Webdoku, das Abschlussprojekt der Volontäre des Saarländischen Rundfunks. Die Webdoku wirft einen kritischen Blick auf die momentane Arbeitssituation junger Menschen: Was läuft schief auf dem Arbeitsmarkt? Welche Folgen hat die Digitalisierung für sie und ihre Jobs? Dabei will die Doku vor allem zeigen, welche Wünsche sie für ihre Arbeitszukunft haben und welche Probleme sie sehen. Dass es da unterschiedliche Ansichten gibt, zeigen Umfragen unter Jugendlichen, die noch vor dem Einstieg in die Arbeitswelt stehen. Im Mittelpunkt aber stehen fünf persönlichen Geschichten. Es sind ganz unterschiedliche Sichtweisen auf die Arbeitswelt von heute und morgen, erzählt in kurzen Videos, Audios und Texten speziell fürs Netz.

Fünf junge Menschen erzählen von ihren Visionen und Ängsten, zum Beispiel Stefan Mekiffer. Der Autor lebt als Aussteiger und Selbstversorger mit Freunden in einem Haus bei Kassel. Oder Lisa Richter aus Berlin. Sie erhält über eine Crowd-Funding-Kampagne jeden Monat ein bedingungsloses Grundeinkommen.

Außerdem hat SR.de mit einem Arbeitswissenschaftler gesprochen, der erklärt, weshalb flexible Bürokonzepte nicht nur glücklichere und somit produktivere Arbeitnehmer hervorbringen, sondern in Zukunft auch immer wichtiger werden.

Ergänzt wird die Themenwoche auf SR.de durch das gemeinsame ARD-Angebot themenwoche.ard.de und einzelne Highlights der Landesrundfunkanstalten.

Mit einer Auflistung aller SR-Hörfunk- und Fernsehbeiträge sowie dem Hinweis auf die Sonderseiten des SAARTEXT zur Themenwoche bietet SR.de einen Überblick über das Gesamtangebot des Saarländischen Rundfunks. Außerdem werden alle Beiträge in der SR Mediathek abrufbar sein. So gewährleistet das Onlineangebot des SR einen schnellen und informativen Überblick über alle Angebote der Themenwoche in Radio, Fernsehen und im Internet.“

Themenwoche: sr.de/themenwoche


SAARTEXT


Der SAARTEXT erklärt in seinem Sonderprogramm ab Seite 700 Begriffe wie Industrie 4.0, Sharing Economy oder Smart Factory. Beschrieben werden Anwendungsfelder und Auswirkungen von Industrie 4.0. SAARTEXT geht darüber hinaus darauf ein, was Industrie 4.0 für behinderte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer bedeuten kann. Auch werden die Chancen, die mit Industrie 4.0 nicht zuletzt auch für das Saarland verbunden sind, skizziert.

Die ARD-Themenwoche 2016: „Zukunft der Arbeit“
Ob wir es wahrhaben wollen oder nicht: Die Zukunft der Arbeit hat längst begonnen. Digitalisierung und Globalisierung schreiten unaufhaltsam voran. Die klassische Erwerbsarbeit des Industriezeitalters verliert an Bedeutung. "Industrie 4.0", "Sharing-Ökonomie" oder "Cloud-Working" heißen die Schlagworte. Vom 30. Oktober bis zum 5. November dreht sich bei der ARD-Themenwoche alles um die Zukunft der Arbeit.

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