Logo der Sendung "Wir im Saarland - Kultur" (Foto: SR)

Wir im Saarland - Kultur

 

Wir berichten diese Woche unter anderem über Rudis Rudelchor und den saarländischen Autor Jens Eisel, der über sein neues Buch spricht. Außerdem beleuchtet Wir im Saarland - Kultur den interkulturellen Fotowalk und haben uns Verdis Oper "Simon Boccanegra" am Saarländischen Staatstheater angeschaut.

Sendung: Mittwoch 26.04.2017 18.50


Die Themen der Sendung


Buchcover des Romas "Bevor es dunkel wird" von Jens Eisel (Eine gelbe Eule vor schwarzem Grund) (Foto: Buchverlag)

Erfolgsgeschichte

Der erste Roman des Autors Jens Eisel

Für den Band "Hafenlichter" mit Geschichten von Boxern, Streunern und Tätowierern aus Hamburg hat der gebürtige Saarländer Jens Eisel mehrere Preise erhalten. Sein erster Roman "Bevor es hell wird" ist jetzt bei Piper erschienen und auf Anhieb beim NDR Buch des Monats geworden. Er spielt wieder in Hamburg, wieder unter Menschen, die bürgerlich-akademische Kreise höchstens aus den Augenwinkeln wahrnehmen.

Der Roman "Bevor es hell wird" erzählt die Geschichte eines Brüderpaares, das vom Schicksal schwer geprüft wird. Der 1980 in Neunkirchen geborene Autor Jens Eisel hat nach einer Schlosserlehre als Hausmeister und Altenpfleger in St. Pauli gearbeitet. In Hamburg lebt er immer noch – und gehört zu den spannendsten Schriftstellern der neuen Generation. Kürzlich war er zu Besuch in seiner saarländischen Heimat, wo er sich mit WimS - Kultur-Moderatorin Susanne Gebhardt getroffen und über sein Buch geredet hat.


Eine Szene aus Simon Boccanegra auf der Bühne des saarländischen Staatstheaters (Foto: SR)

Schicksalhaft und düster

Simon Boccanegra am Staatstheater

Die Thematik der Oper bleibt aktuell: Zwar wird in Genua der Doge demokratisch gewählt, doch ist altes Parteiendenken zwischen Patriziern und Plebejern an der Tagesordnung. Nur in der Person Simon Boccanegra scheint ein Ausgleich möglich.

Verdi meinte: "Das Stück ist düster, weil es düster sein muss, aber es ist fesselnd!" Es ist sein brüchigstes Werk, dunkel in allen Farben, schwermütig in den Gefühlen, brutal die Szenen, in der Öffentlichkeit wie im Privaten – und doch voll vom Drang nach Liebe und Freiheit. Der Hoffnungsträger Simon Boccanegra wird zum Dogen gewählt und gerät in den Strudel tragischer familiärer Schicksalsschläge und Machtspiele. Am Saarländischen Staatstheater hat die Oper nun Premiere. Isabel Heine war dabei.


Rudis Rudelchor (Foto: SR)
Rudis Rudelchor

Rudis Rudelchor

das neue Karaokeprojekt des Dillinger Musikers Horst Friedrich

Es seien die Lieder ihres Lebens, die hier gesungen würden – sagt eine begeisterte Teilnehmerin und Mitsingerin der Veranstaltung Rudis Rudelchor. Das große Chorkaraoke ist das neue Projekt des Dillinger Musikers Horst Friedrich.

Singen macht gute Laune! Das weiß jeder, der schon mal unter der Dusche seine Ohrwürmer geträllert hat. Singen in der Öffentlichkeit ist jedoch nicht jedermanns Sache. Deshalb hat Horst Friedrich „Rudis Rudelchor“ gegründet. Das Konzept: Horst Friedrich singt und spielt vor – und alle, die wollen singen mit. Und damit auch alle den Text parat haben, wird er an die Wand projiziert. Gassenhauer der letzten Jahrzehnte stehen auf dem Programm des Chores, der begonnen hat, durchs Saarland zu tingeln. Susanne Kirchhofer hat sich das Singen im Rudel angeschaut. Und angehört


Interkultureller Photowalk (Foto: SR Fernsehen)

Integration durch gemeinsames Fotografieren


Teams aus unterschiedlichen Kulturen auf der Suche nach kulturellen Spuren in Saarbrücken

Stundenlang waren sie Anfang April auf Bilderjagd in der Stadt unterwegs. Die Teilnehmer des interkulturellen Photowalks suchten Motive, die Momente im Leben von Menschen unterschiedlicher Herkunft festhalten. Der Verein "Augenblick" bringt alteingesessene Saarbrücker mit Neuankömmlingen zu einem kreativen Austausch zusammen. Klar, dass es in Ländern wie Syrien und Deutschland andere Sitten und Gebräuche gibt.

Die spannende Frage aber ist: Wie und wo sind diese in unserem Alltag in Saarbrücken sichtbar und wie werden sie von Menschen der unterschiedlichsten Nationalitäten gesehen? Beim ersten interkulturellen Photowalk haben sich junge Fotografen einen Tag lang aufgemacht, solche sichtbar zu machen. Dass es um diese Jahreszeit Osterhasen und Eier zu sehen gab, verwundert nicht. Aber Autorin Isabel Heine konnte noch viel mehr beobachten.


Moderation: Marcel Lütz-Binder

Die Moderatoren des neuen Vorabends: Jochen Erdmenger, Susanne Gebhardt und Marcel Lütz-Binder. (Foto: SR)

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