SAAR3 (19.04.2018)

SAAR3 - Das Saarlandmagazin

 

„SAAR3 – das Saarlandmagazin“ widmet sich diesmal ganz dem Thema Umwelt: von Lebensmittelverschwendung, über Bienensterben, giftiges Grubenwasser bis zur illegalen Müllentsorgung, den Vorteilen der Dunkelheit und Akustikgitarren aus heimischen Apfelbäumen.

Sendung: Donnerstag 19.04.2018 20.15 Uhr


Themen der Sendung


Verdorbenes Gemüse (Foto: SR)

Kampf gegen Lebensmittelverschwendung – "Essensretter“ im Saarland

Mehr zum Thema
Kann man das noch essen?
Jedes achte Lebensmittel, das wir kaufen, landet im Müll. Das sind pro Jahr 6,7 Milliarden Tonnen - nur in Privathaushalten. Dabei wäre vieles davon noch genießbar gewesen. Hier gibt es Tipps zur Haltbarkeit und zur richtigen Aufbewahrung von Lebensmitteln.

Teilen statt Wegschmeißen - unter diesem Motto retten saarlandweit rund 200 Foodsharer täglich Lebensmittel vor der Tonne. Das Prinzip ist simpel: Gaststätten, Händler und Privatpersonen geben überschüssiges oder nicht mehr verkäufliches Essen ab, die "Essensretter" verteilen es weiter. Anders als bei den Tafeln kann sich jeder bedienen. Denn Foodsharing versteht sich nicht als karitative Einrichtung, sondern als Netzwerk gegen Lebensmittelverschwendung. Wer aktiv oder passiv mitmacht, schont nicht nur den Geldbeutel, sondern wird auch kreativer beim Kochen, lernt Leute kennen und hilft global gesehen Ressourcen zu sparen - denn 80 Kilogramm Lebensmittel wirft jeder von uns derzeit im Jahr weg.

Wie ticken die Foodsharer, und wie schwierig ist es, nicht mehr normgerechte Lebensmittel an den Mann oder die Frau zu bringen? Barbara Spitzer hat zwei Aktivistinnen in Saarbrücken und in Dillingen begleitet - und zeigt außerdem ein Geschäftsmodell, das Verbrauchern schon beim Einkaufen helfen soll, weniger zu verschwenden. 


Biene auf Rapsblüte (Foto: SR Fernsehen)
Biene bei der Arbeit

Bienensterben – Landwirte engagieren sich

Den Bienen geht es schlecht. Im letzten Jahr warnten Imker bereits vor einem großen Bienensterben. Milbenbefall aber auch Pestizide aus der Landwirtschaft und akuter Nahrungsmangel machen den Bienen zu schaffen. Wie gut haben sie den Winter überstanden? Die Imker sind in Sorge – aber sie bekommen Hilfe: durch Landwirte, die auf ihren Feldern Blumen anbauen: extra für die Bienen.


Gitarren von Tino Battiston  (Foto: SR)
Gitarrenbauer Tino Battiston und die Frage nach dem politisch korrekten Holz

Klare Töne – Saarländische Bio-Gitarre aus Apfelbaum-Stamm

Die Diskussion um die Verwendung exotischer Hölzer ist bereits seit einiger Zeit auch im Instrumentenbau angekommen. Der Instrumentenbauer Tino Battiston aus Rehlingen-Siersburg hat gerade seine erste Gitarre aus heimischem Holz gebaut. Er will weiter mit europäischem Tonholz experimentieren, auch weil er glaubt, dass die Zeiten des Tropenholz-Imports zu Ende gehen.


Illegaler Müll (Foto: SR)
Illegaler Müll

Gnadenlos – Illegale Müllentsorger werden immer dreister

Ob an Containerstandorten, an Waldwegen oder auf unbebauten Grundstücken. Überall sieht man illegal abgelagerten Müll: Hausrat, Baustoffe, auch Lebensmittelreste werden großflächig in die Natur verstreut. Das sieht nicht nur schlimm aus, sondern birgt auch Verletzungsgefahren oder Giftbelastungen in sich. Von Umweltbewusstsein offenkundig keine Spur.


Förderturm im Grubenpark Reden (Foto: SR)

Tiefe Ängste – Diskussion um Grubenwasser

Mehr zum Thema
Hohe PCB-Belastungen im Grubenwasser
Grubenwasser, das aus stillgelegten Bergwerken hochgepumpt wird, ist oft schadstoffhaltiger als bisher bekannt. Laut Untersuchungen des Landesamtes für Umwelt- und Arbeitsschutz werden die zulässigen PCB-Werte zum Teil weit überschritten. Kritiker sehen die Behörde nun in der Pflicht. Sie soll die RAG auffordern, das Grubenwasser vor der Einleitung in Flüsse und Bäche zu entgiften.

Der Bergbau lässt das Saarland nicht los: Zehn Jahre nach dem schweren Grubenbeben ist die Angst vor Folgeschäden wieder da. Die Pläne des Bergbaukonzerns RAG, die Stollen bis 320 Meter unter Null mit Wasser volllaufen zu lassen, bringt viele Saarländer auf die Barrikaden.

Ihre Befürchtung: Der Wasseranstieg könnte neue Beben auslösen und das Trinkwasser verunreinigen. Denn unter Tage lagern noch immer die Überreste aus der Zeit des Kohleabbaus. Gifte wie krebserregendes PCB werden schon heute mit dem Grubenwasser aus dem Berg gepumpt und belasten umliegende Gewässer. Die RAG hält das Risiko für gering. Gegner der Flutungspläne wittern einen Umweltskandal.


Personen betrachten Sternenhimmel (Foto: dpa)

Himmlische Aussichten – wo die Sterne besonders hell leuchten…

Eine Handvoll Studenten um Professor Kai Tobias, Landschaftsplaner der Uni Kaiserslautern, messen die „Lichtverschmutzung“ im Pfälzer Wald. Ihr Ziel: wegen seiner natürlichen Dunkelheit soll der Wald als sogenannter „Sternenpark“ zu einem offiziell anerkannten Schutzgebiet und zur touristischen Attraktion werden.

Zu Gast im Studio: Umweltminister Reinhold Jost


Moderation: Willibrord Ney

Willibrord Ney (Foto: Pasquale D'Angiolillo)


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