LSVS (Foto: SR)

Nur ein weiterer Puzzlestein aus Sicht der Saar-Fraktionen

Carolin Dylla   15.10.2018 | 16:15 Uhr

Jahrelange kostenlose Nutzung die Räume der Hermann-Neuberger-Sportschule durch Bundespolizei und Landespolizei und kostenlose Nutzung der Schwimmhalle durch Mitarbeiter des Innenministeriums - die Fraktions-Vertreter im saarländischen Landtag sehen darin offenbar nur einen weiteren Puzzlestein in der LSVS-Affäre.

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Saarland
LSVS ein "Selbstbedienungsladen"?
Mitarbeiter des Innenministeriums konnten über Jahre kostenfrei die Schwimmhalle der Landessportschule nutzen. Einstellungstests für Polizeianwärter gingen ebenfalls ohne Gebühren in den Einrichtungen des LSVS über die Bühne. Seminare der Landespolizei und des Ministeriums fanden in den Räumen der Sportschule statt - nur Kost und Logis wurden bezahlt. Die Linken sprechen von "Selbstbedienung". Konsolidierungsberater Blank will die entgangenen Gebühren rückwirkend einfordern.

Seit fast einem Jahr ist der Skandal um den Landessportverband (LSVS) jetzt bekannt – und noch immer tauchen weitere Ungereimtheiten auf. Ende letzter Woche wurde bekannt, dass die Bundespolizei über Jahre hinweg die Räume der Hermann-Neuberger-Sportschule kostenlos nutzen durfte. SR-Recherchen ergaben, dass auch die Landespolizei dort kostenlos Seminare abhielt und Mitarbeiter des Innenministeriums umsonst die Schwimmhalle nutzen konnten.

Die Fraktions-Vertreter im saarländischen Landtag sehen darin aber offenbar nur einen weiteren Puzzlestein in der LSVS-Affäre. Harte Kritik oder gar Empörung über dieses neueste Puzzleteil im LSVS-Skandal gab es bei den meisten Fraktionsvertretern nicht.

Nichts desto trotz sind sich in einem anderen Punkt alle einig: das Ende der Fahnenstange in der Affäre um den Landessportverband sehen sie noch lange nicht erreicht.

Über dieses Thema wurde auch in der "Region am Nachmittag" am 15.10.2018 auf SR 3 Saarlandwelle berichtet.

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