Der Dalai Lama (Foto: Imago/UPI Photo)

Seit 80 Jahren Oberhaupt der tibetischen Buddhisten

Lena Schmidtke   22.02.2020 | 13:42 Uhr

Seit 80 Jahren ist der Dalai Lama Oberhaupt des tibetischen Buddhismus. Er lebt aber schon lange nicht mehr in Tibet. Das Land ist seit 1949 von China besetzt. Tibet – China – der Dalai Lama – eine schwierige Beziehung. Der Saarbrücker Buchhändler Martin Schwarzwälder kennt sich sehr gut damit aus. Er ist seit 30 Jahren Buddhist, hat den Dalai Lama mehrmals getroffen. Lena Schmidtke hat mit ihm gesprochen.

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Der Dalai Lama vor einer Buddha-Statue.
Audio [SR 3, Lena Schmidtke, 22.02.2020, Länge: 03:46 Min.]
Der Dalai Lama vor einer Buddha-Statue.

Seit ihrem Einmarsch 1949 unterdrücken die Chinesen die Tibeter: über 6000 Klöster werden zerstört, Menschen grundlos verhaftet, Tibetisch aus dem Schulunterricht gestrichen. Bis 1979 kann kaum jemand in das Land einreisen, selbst heute kommen Touristen nur durch Gruppenreisen nach Tibet.

Mittlerweile gibt es außerhalb von Tibet mehr tibetisches Leben als im Land selbst. Grund dafür ist der Dalai Lama. 1959 floh er vor den chinesischen Besatzern und mit ihm rund 100.000 Tibeter. 1989 hat er den Friedensnobelpreis für seinen gewaltlosen Einsatz für die Befreiung Tibets bekommen. Bis heute weist er auf die Lage in Tibet hin, ruft seine Landsleute aber immer zum Gewaltverzicht auf.

Über dieses Thema wurde auch in der Sendung "Guten Morgen" auf SR 3 Saarlandwelle am 22.02.2020 berichtet.

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