Brillen (Foto: SR)

1300 Brillen sind fertig für die Reise

Eva Lippold   27.04.2021 | 13:52 Uhr

Eine alte Brille, die ungenutzt in der Schublade liegt, kann anderswo auf der Welt einem Menschen wieder Lebensqualität schenken. In den letzten Monaten hat das saarländische Projekt „Brillen ohne Grenzen“ mit Unterstützung des Justizministeriums solche Altbrillen gesammelt und aufbereitet. Nun sind sie bereit für die Reise in die Welt.

Wenn man bei uns eine Brille braucht, geht man einfach zum Optiker. In vielen ärmeren Ländern der Welt sieht das aber ganz anders aus. Vor allem in abgelegenen Gegenden mit schlechter Infrastruktur ist es für die Menschen kaum möglich, an eine Brille zu kommen, mit der sie wieder besser sehen können. Viele können sich eine Brille auch gar nicht leisten. Das Saarland will deshalb helfen mit der Initative "Brillen ohne Grenzen".

In den letzten Monaten wurden in den 17 saarländischen Gerichten alte Brillen gesammelt. 1300 Brillen wurden inzwischen aufbereitet, poliert, feinsäuberlich in Kisten verpackt und nach Dioptrien beschriftet und sind fertig für die Reise. 1300 Brillen, das bedeutet für fast ebenso viele Menschen: Sie können wieder gut sehen, arbeiten, ihren Alltag selbständig bewältigen - und lesen.

"Brillen ohne Grenzen": Aus dem Saarland in die Welt
Audio [SR 3, Eva Lippold, 27.04.2021, Länge: 02:56 Min.]
"Brillen ohne Grenzen": Aus dem Saarland in die Welt

Ins Leben gerufen hat die Aktion „Brillen ohne Grenzen“ Michael Roos, unterstützt wurde sie vom saarländischen Justizministerium.

Vier Monate lang wurden alte Brillen gesammelt, die Boxen aus Holz haben Häftlinge der JVA Saarbrücken gebaut, sortiert wurden die Brillen in ebenfalls in der JVA sowie zwei Brillenverwertungsstellen in St. Wendel und Oberkirchen bei Freisen von Langzeitarbeitslosen und Ehrenämtlern. 

Die Ziele

700 Brillen gehen an Selbsthilfe-Projekte in ärmeren Ländern – die gebrauchten Gestelle sollen vor Ort mit passenden Gläsern in der richtigen Stärke ausgestattet werden.

600 Brillen gehen direkt an die Frau, den Mann oder das Kind - zum Beispiel nach Indonesien, Brasilien oder Sri Lanka - denn dort werden sie dringend gebraucht. 

Ein Thema in der "Region am Mittag" am 27.04.2021 auf SR 3 Saarlandwelle

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