Schüler im Klassenzimmer (Foto: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild | Monika Skolimowska)

Über 2500 ukrainische Kinder und Jugendliche an Saar-Schulen

Daniel Schlemper   12.12.2022 | 08:08 Uhr

Die Zahl der ukrainischen Schülerinnen und Schüler im Saarland hat sich weiter erhöht. Mitte Juli waren es noch knapp über 1500 – nun sind es über 2500. Wie die Schulen im Saarland mit den zusätzlichen Kindern und Jugendlichen umgehen.

Fast 2600 aus der Ukraine geflüchtete Kinder und Jugendliche sind laut dem Bildungsministerium aktuell in saarländischen Schulen untergebracht. Eine mögliche Überlastung der Schulen durch die zusätzlichen Kinder und Jugendliche sieht das Ministerium nicht dabei nicht. Problematisch seien eher mögliche Traumata sowie sprachliche Barrieren der Geflüchteten.

Beides hätten die Schulen aber ebenfalls im Griff. Dafür würden die vorhandenen, „multiprofessionellen Teams“ mit Sprachförderlehrkräften und Schulsozialarbeiterinnen genutzt, die auch in Kontakt zum schulpsychologischen Dienst stünden.

Zusätzlich seien auch ukrainische Lehrkräfte, meist als Sprachmittler, im Einsatz. Für den Regelunterricht erfüllten diese aber nicht die notwendigen Qualifikationen.

Gestiegener Bedarf von Sprachförderung

Das Bildungsministerium verweist indes auf einen grundsätzlich gestiegenen Bedarf bei der Sprachförderung. Davon seien aber auch Kinder, die muttersprachlich Deutsch sprechen, betroffen. Aus diesem Grund werde das Angebot für Sprachförderung ausgebaut – zum Beispiel mit über 200 weiteren Sprachförderlehrkräften.

Über dieses Thema haben auch die SR 3-Rundschau am 12.12.2022 berichtet.

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