Symbolbild: ZF Saarbrücken (Foto: SR / Felix Schneider)

Leichtes Umsatzminus bei ZF

Karin Mayer   26.03.2020 | 10:50 Uhr

Der ZF-Konzern hat im Jahr 2019 in schwierigem Umfeld 36,5 Milliarden Euro Umsatz erzielt. Der Umsatz lag damit um 400 Millionen unter dem Vorjahr. Grund dafür sind unter anderem Unsicherheiten in der Automobilindustrie, wegen Handelsstreitigkeiten und Zöllen.

Schon 2019 war ein schwieriges Jahr für den ZF Konzern. Die Autoindustrie schwächelt und sucht weiter nach neuen Antrieben. ZF ist mit 36,5 Milliarden Euro trotzdem nur leicht ins Minus gerutscht.

Schwieriges Umfeld, aber auch viele Großaufträge

2019 leichtes Umsatzminus bei ZF
Audio [SR 3, Karin Mayer, 26.03.2020, Länge: 03:11 Min.]
2019 leichtes Umsatzminus bei ZF

Der ZF Konzern hat im Jahr 2019 in schwierigem Umfeld 36,5 Milliarden Euro Umsatz erzielt. Der Umsatz lag damit um 400 Millionen unter dem Vorjahr. Im Jahr 2018 lag der Konzernumsatz bei 36,9 Milliarden Euro. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern beträgt 1,5 Milliarden Euro - deutlich unter dem Vorjahr. Im Jahr 2018 lag der Gewinn vor Steuern und Zinsen bei 2,1 Milliarden Euro.

Wichtig für den Vorstandsvorsitzenden Wolf-Henning Scheider: ZF hat im Jahr 2019 viele Großaufträge gewonnen. Das betrifft den Standort Saarbrücken mit dem Hybrid-tauglichen 8-Gang-Automatikgetriebe, aber auch den Bereich Sicherheitstechnik und das automatisierte Fahren. Dem SR sagte Wolf-Henning Scheider, die Aufträge für das Hybrid-Getriebe bedeuteten eine exzellente Grundauslastung für den Standort Saarbrücken.

Trotz schwacher Konjunktur hält der ZF-Konzern an seinen Zielen fest. Heißt: Es wird weiter an den Zukunftsfeldern Elektromobilität und autonomes Fahren gearbeitet. Der Bereich Forschung und Entwicklung wurde ausgebaut und hat 2300 zusätzliche Mitarbeiter bekommen. Insgesamt 2,7 Milliarden Euro wurden für Forschung und Entwicklung ausgegeben - so viel wie noch nie in der Unternehmensgeschichte.

Kurzarbeit an vielen Standorten

Das Corona Virus legt derzeit viele Werke lahm. Durch die Rahmenvereinbarung für Kurzarbeit sichere ZF die Einkommen der Mitarbeiter. Scheider betonte, es gebe nicht überall so effektive Instrumente, um die Beschäftigung zu sichern. Beim Umgang mit dem Coronavirus will ZF von der Erfahrung an den chinesischen Standorten profitieren. Die 40 Werke hätten die Produktion wieder aufgenommen. Geplant ist nach Unternehmensangaben auch im kleinen Rahmen die Herstellung von Mundschutz an chinesischen Standorten.

ZF stelle sich nun aber auf eine längere Schwächephase in der Wirtschaft ein, die durch das Coronavirus verstärkt werde. Für das Jahr 2020 gibt ZF deshalb keine Prognose ab. An der beschlossenen Übernahme des Bremsenherstellers WABCO hält ZF fest.

Beschäftigtenzahl sinkt leicht

Weltweit beschäftigt ZF rund 148.000 Mitarbeiter. 1200 weniger als vor einem Jahr. Ursprünglich hatte der Konzern geplant, die Mitarbeiterzahl im Jahr 2019 zu steigern.

Über dieses Thema haben auch die SR Hörfunknachrichten vom 26.03.2020 berichtet.

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