Logo des LSVS (Foto: SR)

Weitere Anklagen im LSVS-Skandal möglich

Thomas Gerber   11.02.2019 | 09:23 Uhr

Im LSVS-Skandal sind offenbar weitere Anklagen gegen ehemalige Präsidiumsmitglieder geplant. Dabei geht es nach SR-Informationen um die Höhergruppierung einer Mitarbeiterin, die 2016 im Präsidium einstimmig beschlossen worden war, gegen den ausdrücklichen Rat einer Tarifexpertin.

Wegen dieses Beschlusses wurde kürzlich Anklage gegen Ex-LSVS Präsident Klaus Meiser, dessen ehemaligen Stellvertreter Franz-Josef Schumann sowie die Vertreterin des Judobunds Karin Nonnweiler erhoben, die sich ab Ende des Monats vor dem Landgericht verantworten müssen. Die neuen Anklagen beziehen sich auf die anderen Präsidiumsmitglieder, darunter auch der SPD-Landtagsabgeordnete Eugen Roth, dessen parlamentarische Immunität allerdings zuvor vom Landtagsplenum aufgehoben werden müsste.

Die Staatsanwaltschaft wertet die Höhergruppierung der Mitarbeiterin als Untreue und beziffert den Schaden, der dadurch dem LSVS bisher entstanden ist, auf mehr als 12.000 Euro.

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Über dieses Thema wurde auch in den SR-Hörfunknachrichten vom 11.02.2019 berichtet.