Vögelfütterung im Winter

Vogelfütterung im Winter

Margit Groß-Schmidt   08.01.2019 | 09:45 Uhr

Es macht nicht viel Arbeit, es kostet nicht viel, macht aber viel Freude: Das Beobachten der heimischen Singvögel im eigenen Garten. Im Winter verbreitet sich unter den gefiederten Gartenbewohnern schnell, wo für sie Futter bereit steht. Doch bei der Winterfütterung sollte man einige Dinge beachten.

Noch haben wir recht milde Temperaturen und die Vögel finden genug Nahrung an Beerensträuchern und Obstbäumen. Doch Zufüttern geht eigentlich immer. Wichtig ist jedoch, dass das Futter nicht nass wird. Damit sich die Körner- und die Weichfutterfresser nicht in die Quere kommen, sollte man am besten mehrere Futterplätze einrichten. Wichtig ist: Die Plätze sollten für Katzen nicht erreichbar sein.

Es gibt unterschiedliche Futterzusammensetzungen zu kaufen. Rolf Klein vom NABU mischt sein Vogelfutter jedoch selbst, und zwar Fett- und Weichfutter. Für das Fettfutter nimmt er unter anderem Nüsse und Sonnenblumenkerne, als Weichfutter Haferflocken.

Jeder hat so seine Lieblingsspeise

Typische Vertreter am Futterhaus sind Körnerfresser wie Buch- und Grünfinken. Weichfutterfresser sind beispielsweise Rotkehlchen, Zaunkönig und Goldhähnchen. Es gibt unterschiedliche Futterzusammensetzungen zu kaufen. Man kann sein Vogelfutter aber auch selbst mischen, und zwar Fett- und Weichfutter. Für das Fettfutter nimmt man beispielsweise Nüsse und Sonnenblumenkerne, als Weichfutter Haferflocken. Und für die Meisen gibt es dann ja noch die sogenannten Meisenknödel - Körnerfutter, das in Fett eingekocht und dann getrocknet wurde. Die Meisenknödel sind wegen des Fettfutters übrigens auch bei den Spechten beliebt.

Nur salzloses Futter verwenden

Eine richtige Delikatesse für die meisten Vogelarten ist übrigens Schweineschmalz. Es müsse aber ungesalzen und ungewürzt sein, so Klein. Und auch auf Brot sollte man bei Winterfütterung verzichten. Das Problem sei nämlich, dass die Vögle durch Salz Durst bekämen, sie bei Minustemperaturen aber nicht genug Wasser finden.

Audio

Futterhäuschen für Vögel
Audio [SR 3, Margit Groß-Schmitt, 08.01.2019, Länge: 02:26 Min.]
Futterhäuschen für Vögel
Damit auch im Winter die Wildvögel zu hören und zu sehen sind, sollte man ihnen neben passendem Futter auch ein passendes Futterhäuschen anbieten.

Futtersilo oder Futterhäuschen?

Bei den Futterhäuschen spielt die Hygiene eine große Rolle. Am besten seien Futtersilos, bei denen die Vögel nur außen dransitzen, sagt der NABU-Experte . Sie können so das Futter nicht verkoten. Etwas aufwändiger sind die offenen Futterhäuschen aus Holz zu pflegen. Hier sollte man nicht zuviel Futter hineingeben, sagt, Rolf Klein . Die Futterhäuschen sollten regelmäßig mit einem Handfeger auskehrt werden, um Verunreinigungen und Kot zu entfernen. Darüber hinaus sollte man sie von Zeit zu Zeit auswaschen und mit Desinfizierungsmittel reinigen.

Ein Thema in den "Bunten Funkminuten" am 08.01.2019 auf SR 3 Saarlandwelle.

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