Die angelegten Beete des Projekts der "essbaren Stadt" am Saarbrücker Rathaus (Foto: SR / Lisa Krauser)

Saarbrücken will "Essbare Stadt" werden

Mit Informationen von Lisa Krauser   11.08.2022 | 09:04 Uhr

Saarbrücken will Gemüse und Kräuter in öffentlichen Beeten anpflanzen, die für alle zugänglich sind. Einige Beete wurden bereits auf dem Vorplatz des Saarbrücker Rathauses angelegt. SR-Reporterin Lisa Krauser war vor Ort und hat sie sich angeschaut und Passanten gefragt, wie das Projekt bei ihnen ankommt.

Salat und Tomaten ernten vorm Rathaus in Saarbrücken und Kräuter an anderer Stelle in der Stadt - das ist in Saarbrücken möglich und Teil des Projekts der "Essbaren Stadt".

Audio

Das Projekt "Essbare Stadt" in Saarbrücken
Audio [SR 3 / Lisa Krauser, 11.08.2022, Länge: 06:49 Min.]
Das Projekt "Essbare Stadt" in Saarbrücken

Verena Ayere vom Zentrum für Bildung und Beruf (ZBB) hat das Projekt der "Essbaren Stadt" gemeinsam mit dem Amt für Stadtgrün ins Leben gerufen.

Gemüseanbau für alle

Ziel des Projekts sei es, die Natur in die Stadt zu bringen, so Ayere. Auch sollen die Menschen von dem frischen Angebot an Gemüse und Kräutern profitieren, die keine Möglichkeit haben, selbst Beete anzulegen. Sich selbst zu bedienen und reife Lebensmittel zu ernten, sei daher ausdrücklich erwünscht.

Inzwischen wurden an verschiedenen Standorten 30 kleine Beete oder kleinere Gärtchen angelegt. Jeder kann sich daran beteiligen und auch selbst Hand anlegen.

Mangold, Zucchini & Co. vor dem Rathaus

Ein Hinweisschild verweist auf die Beete der "essbaren Stadt" (Foto: SR / Lisa Krauser)

SR-Reporterin Lisa Krauser hat sich die drei großen Pflanzbeete zwischen Bushaltestellen und der Saarbahnstrecke am Saarbrücker Rathaus angeschaut. Wo früher Blumen gewachsen sind, ranken jetzt Tomatenpflanzen in die Höhe. Die Stadt setzt auf ein vielfältiges Angebot. Neben Mangold und Zucchini können jetzt beispielsweise auch unterschiedliche Kräuter und Chilis geerntet werden.

Gemischte Reaktionen auf angelegte Beete

Die Reaktion der Saarbrückerinnen und Saarbrückern auf die angelegten Beete am Rathaus sind gemischt. Sie berichten davon, dass die Pflanzbehälter auch als Ort der Erleichterung genutzt würden. Dass die Beete dazu anregen sollen, selbst auf dem Balkon oder im Garten Obst und Gemüse anzupflanzen, können sich die Passanten jedoch sehr gut vorstellen. Damit wäre auch ein Ziel des Projekts der "Essbaren Stadt" erfüllt.

Sich selbst zu bedienen, trauen sich jedoch nicht alle. Sie fühlen sich noch gehemmt das Angebot zu nutzen und reife Tomaten und Kräuter mitten in der Stadt zu ernten.

Weiterer Ausbau geplant

In Zukunft sollen die Beete noch weiter ausgebaut werden. Geplant ist, dass noch weitere Hinweisschilder hinzugefügt werden, die erklären sollen, wie das angelegte Gemüse und Co. richtig geerntet wird, berichtet Ayere.

Gärtchen auf dem Hambacher Platz in Malstatt (Foto: SR / Lisa Krauser)

Pflege der Beete

Im Moment übernehmen Auszubildende und Mitarbeiter der Stadt die Pflege der Beete. Zukünftig sollen, laut Ayere, auch Langzeitarbeitslose und benachteiligte Menschen dazu angeregt werden, sich bei der Pflege einzubringen und praktische Qualifikationen zu erlangen.

Ein Thema in der Sendung "Guten Morgen" am 11.08.2022 auf SR 3 Saarlandwelle.

Artikel mit anderen teilen

Push-Nachrichten von SR.de
Benachrichtungen können jederzeit in den Browser Einstellungen deaktiviert werden.

Datenschutz Nein Ja