Kommentar: " "Beide stehen auch für eine neue Generation von Sportfunktionären"

"Beide stehen auch für eine neue Generation von Sportfunktionären"

Kommentar zu den neuen hauptamtlichen LSVS- Vorständen

Ein Kommentar von Stefan Hauch   18.12.2020 | 16:20 Uhr

Die Suche hat ein Dreiviertejahr gedauert und jetzt ist man kurz vor Jahresende doch noch zu einem Abschluß gekommen. Der Landessportverband wird ab Februar 2021 von zwei hauptamtlichen Vorständen verantwortlich geführt: Joachim Tesche und Johannes Kopkow. Dazu ein Kommentar von SR-Sportreporter Stefan Hauch.

Monatelange Suche
Tesche und Kopkow werden LSVS leiten
Nach monatelanger Suche wird der Landessportverband LSVS am Freitag zwei neue hauptamtliche Vorstände präsentieren. Joachim Tesche und Johannes Kopkow werden den Sportverband in Zukunft verantwortlich führen. Das neue LSVS-Gesetz, das nach den Skandalen um den Verband verabschiedet wurde, schreibt diese neue Form der Führung vor.

Das Aufatmen geht spürbar durch die saarländische Sportszene. Endlich ein Schlusspunkt unter das Gezeter und Geschrei der vergangenen beinahe drei Jahre. Endlich ein wirklich sichtbarer Neuanfang in der Führung des gebeutelten, organisierten Saarsports. Und endlich ein Signal, dass es wieder vorangeht im Saarsport. Soweit die Hoffnung und Erwartung an die beiden neuen Vorstände, die in Zukunft verantwortlich den Landessportverband führen sollen.

Ob sie der Aufgabe gewachsen sind und wirklich einen Kulturwandel in der Organisation bewirken können, das wird sich zeigen. Die undankbare Vorarbeit haben die Ehrenamtler geleistet, die nach dem Finanzskandal mit viel Engagement und noch mehr Arbeit versucht haben, das sinkende Schiff zu retten.

Der Dank dafür hielt sich in Grenzen. Zu stark waren die Eigeninteressen der einzelnen Sportverbände, die eifersüchtig auf ihre Pfründe, ihren Einfluss und ihre finanziellen Zuweisungen achten.

Sie alle zu einer gemeinsamen Arbeit für den Saarsport zu bringen – das ist die große Aufgabe für die zwei Neuen. Zumindest die Politik wird sich – anders als in den vergangenen Jahrzehnten – aus der operativen Arbeit heraushalten. Das Gelände für Strippenzieher ist zu gefährlich geworden.

Ein Plus für die beiden Neuen ist sicher, dass sie nicht aus den üblichen saarländischen Netzwerken und Hinterzimmern heraus in ihre Positionen manövriert wurden. Und beide stehen mit 41 beziehungsweise 39 Jahren auch für eine neue Generation von Sportfunktionären. Beide freuen sich auf ihre gut dotierten Aufgaben.

Ob sie die Erwartungen erfüllen können und den Verband in eine bessere Zukunft führen können, das wird man sehen. Der glaubwürdige Wille, es zu versuchen, ist unübersehbar. Und die Lebensläufe der beiden neuen Chefs sprechen für eine gute Wahl.

Ein Kommentar von Stefan Hauch in der "Region am Nachmittag" am 18.12.2020 auf SR 3 Saarlandwelle

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