Fußball (Foto: SR)

Die Coronakrise schlägt bis in die Amateurligen durch

Thomas Wollscheid   23.03.2020 | 17:18 Uhr

Der Fußball ruht im Lande. Das betrifft die Profi-Ligen, aber auch die Amateure. Hier schlägt die Krise vielleicht noch mehr durch als bei so manchem Profi-Verein.

Die Coronakrise schlägt bis in die Amateurligen durch
Audio [SR 3, Thomas Wollscheid, 23.03.2020, Länge: 03:03 Min.]
Die Coronakrise schlägt bis in die Amateurligen durch

In Deutschland sollen angeblich bis zu 250.000 Arbeitsplätze mit dem Fußballsport in allen Ebenen verknüpft sein. Zu den Amateuren zählen auch die Regionalligen unter dem Dach des Deutschen Fußballbundes. Davon ist auch der 1. FC Saarbrücken betroffen, der eigentlich Ende April sein DFB-Pokal-Halbfinale gegen Bayer Leverkusen spielen wollte. Davon ist aber zurzeit keine Rede mehr.

Die Herausforderung ist nicht nur emotional, sondern auch finanziell. Die Auswirkungen der Krise schlagen durch bis in die tiefste Amateurliga. Beim FCS sieht das im Moment noch nicht ganz nicht so schlimm aus, da der DFB-Pokal dem Verein ein kleines, fianzielles Polster beschert hat.

Im Westen rechnet zum Beispiel der Präsident von Rot-Weiß Oberhausen, Hajo Sommers, damit, dass rund die Hälfte der Regionalliga West in die Insolvenz gehen muss.

Jetzt ist Solidarität gefragt

Essens Vorstandschef Markus Uhlig hingegen kann der Krise aber auch etwas Positives abgewinnen: "Ich glaube, dass Corona auch eine Chance ist, dass diese Branchen, die finanziell und wirtschaftlich zum Teil wirklich entartet ist, ein Stückweit zu grundieren." Will heißen: Würde die Bundesliga mit ihrem Personalaufwand in Höhe von 1,4 Milliarden Euro nur auf zehn Prozent verzichten, könnte ein Großteil der Regionalligisten gerettet werden. Ganz nach dem Motto: der Starke hilft dem Schwachen.

Man darf gespannt sein, wie groß die Solidarität im deutschen Fußball ist. Daran arbeiten zurzeit Vertreter des DFB und der Deutschen Fußball-Liga.

Ein Thema in der "Region am Nachmittag" am 23.03.2020 auf SR 3 Saarlandwelle

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