Wiederbelebung können auch Laien einfach lernen

Auch Laien können Leben retten

Woche der Wiederbelebung

Steffani Balle   20.09.2018 | 12:55 Uhr

Jährlich erleiden über 50.000 Menschen in Deutschland einen Herz-Kreislauf-Stillstand - und zwar fernab von Krankenhaus und Arztpraxis. Schnelle erste Hilfe vor Ort kann da lebensrettend sein. Doch viele trauen sich nicht, erste Hilfe zu leisten, aus Angst, etwas falsch zu machen. Dabei sind es nur wenige, einfache Maßnahmen, die helfen können, ein Leben zu retten.

Rund zwei Drittel aller Notfälle, die einen Herz- Kreislauf-Stillstand erlitten haben, kommen mit dem Rettungsdienst in die Klinik, ohne dass Passanten zuvor Erste Hilfe geleistet haben. Dabei wäre eine erste Hilfe vor Ort so wichtig. Florian Kustodis, Chefarzt der Kardiologie am Klinikum Saarbrücken sagt: "Was Falsches machen kann man in dieser Situation eigentlich nicht.". Und selbst, wenn es so wäre, würde einen dafür niemand belangen.

Wiederbelebungskurs am Klinikum Saarbrücken  (Foto: SR/Steffani Balle)
Wiederbelebungskurs am Klinikum Saarbrücken (Foto: Steffani Balle)

Was tun im Fall der Fälle?

Wenn ein Mensch reglos auf dem Boden liegt: Erst ansprechen und prüfen, ob er noch reagiert und atmet. Dann die Rettungsleitstelle anrufen: 112. Für die erste Hilfe dann Kopf nach hinten neigen und mit verschränkten Händen rythmisch und mit voller Kraft auf die Mitte des Brustkorbs drücken - und zwar so lange, bis professionelle Hilfe kommt. Das ist anstrengend, aber es kann das Leben retten. Eine Mund-zu-Mund-Beatmung wird heute nicht mehr gemacht.

Über dieses Thema wurde auch in der "Region am Mittag" am 20.09.2018 auf SR 3 Saarlandwelle berichtet.

Artikel mit anderen teilen