Wie ticken unsere Stubentiger?

Wie ticken unsere Stubentiger?

Lena Schmidtke   30.03.2021 | 10:30 Uhr

Wir Menschen sind für sie nur Dosenöffner, heißt es gemeinhin. Und doch sind sie geliebte Haustiere. Die Rede ist von Katzen. Aber akzeptieren Katzen uns Menschen tatsächlich nur, weil wir ihnen Futter geben? Und sind sie wirklich so arrogant, wie man ihnen nachsagt? Wie ticken unsere Stubentieger? SR-Reporterin Lena Schmidtke hat einen Katzenhalter besucht und mit einer Katzenpsychologin gesprochen.

Nur keine Langeweile

Können Katzen Langeweile haben? Katzenpsychologin Katja Henopp sagt ja. Vor allem Wohnungskastzen brauchten viel Beschäftigung, da sie sich sonst schnell langweilten. Dabei sei auch Abwechslung wichtig, so Henopp. Man dürfe nicht vergssen: „Die Katze ist ein Jäger." In der freien Natur jage eine Katze zwölf bis 15 Mäuse am Tag. Das ist ihr Instinktverhalten, und das müsse sie auch ausleben können.

Da die wenigsten von uns wohl täglich 15 Mäuse in der Wohnung laufen lassen wollen, bleibt als Alternative: das Spielen. Zweimal 15 Minuten pro Tag würden in der Regel reichen, sagt die Katzenpsychologin. Die Palette an Katzenspielen ist groß: Es gibt Intelligenz- und Futterspiele und natürlich Jagdspiele - zum Beispiel mit einer Katzenangel, wobei die einzelnen Stubentiger auch so ihre Vorlieben haben.

Persönlichkeiten

Und Katzen haben nicht nur Vorlieben. Jede Katze ist eine eigene Persönlichkeit, unabhängig von Herkunft, Alter oder Erziehung. Aber natürlich gibt es auch Rasse bedingte Eigenschaften „Es gibt ein paar Katzenrassen, die gemütlicher sind wie zum Beispiel die Britisch Kurzhaar. Siamkatzen sind oft sehr gesprächig, „reden“ den ganzen Tag und sind oft auf den Besitzer fokussiert", sagt die Katzenpsychologin.

Die Attacken

Und was ist mit den Attacken aus dem Hinterhalt? Wenn man ahnungslos um die Ecke geht und plötzlich von dem kleinen Raubtier angesprungen wird? Wollen uns Katzen damit ärgern? Es entspreche dem Jagdverhalten von Katzen, die im Versteck lauern und dann auf ihre Beute springen. "Das hat nichts mit Bosheit zu tun, sondern das ist eben das Jagdverhalten der Katze,“ sagt Henopp.

Ein Thema in den "Bunten Funkminuten" am 30.03.2021 auf SR 3 Saarlandwelle

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