Ein Modellauto steht auf einem Kalenderblatt vom 30. November. (Foto: Peter Kneffel/dpa)

Wechseln und bei der Kfz-Versicherung sparen

Karin Mayer   28.10.2020 | 09:40 Uhr

Autofahrer aufgepasst: am 30. November ist Stichtag fürs Wechseln der Autoversicherung. Weil während des Corona-Stillstands weniger Unfälle passiert sind, locken die Anbieter jetzt mit Rabatten.

Preise vergleichen

… lohnt sich. Das hat die Zeitschrift Finanztest hat 160 Tarife in der Kfz-Versicherung untersucht. Das Ergebnis: es gibt hohe Preisunterschiede. Fast alle Autofahrer können 100 Euro und mehr sparen, sagt Michael Bruns von Finanztest. Im Extremfall eines Ehepaars aus Bremen ist Finanztest auf 376 Euro beim günstigsten Anbieter und 1140 Euro beim teuersten gestoßen.

Hohe Deckungssumme

Aber bitte nicht nur auf den günstigsten Preis achten, sagt Bianca Boss vom Bund der Versicherten. Im Kfz-Bereich gibt es erhebliche Unterschiede, sagt sie. Wichtig ist eine hohe Deckungssumme von 50 oder 100 Millionen Euro. In der Kasko-Versicherung sollte auch grobe Fahrlässigkeit mitversichert sein. Sie hilft auch, wenn der Fahrer eine rote Ampel übersieht, erklärt Bianca Boss.

Wildunfall und Tierbiss

"Augen auf", heißt es auch bei den Bedingungen für Wildunfall und Tierbiss, erklärt Michael Bruns von Finanztest. Viele Tarife leisten bei Haarwild, das ist ein Begriff aus dem Jagdrecht und bezieht sich auf Hirsche oder Wildschweine. Aber ein Unfall mit einer ausgebüxten Kuh oder einem Hund wäre nicht versichert. Im Vertrag sollte deshalb „alle Tiere“ oder „alle Wirbeltiere“ stehen. Ähnlich ist es bei Tierbissen: viele Versicherer übernehmen nur die direkten Schäden, also den zerbissenen Schlauch. Wichtig sind aber, dass auch Folgeschäden von Tierbissen erstattet werden.

Wer darf fahren?

Meistens sind nur der Besitzer des Autos und der Ehepartner oder die Ehepartnerin versichert. Es gibt Tarife, die weitere Familienmitglieder zulassen. Teilweise kann man das kurzfristig tageweise nachmelden oder auch für Urlaubsreisen von Kindern zulassen. Das regeln die Versicherer sehr unterschiedlich. Unter www.test.de findet man unter dem Stichwort Autoversicherung eine Übersicht.

Kasko oder Haftpflicht

Die Haftpflicht erstattet die Schäden der anderen. Wer auch Schäden am eigenen Fahrzeug versichern will, braucht eine Kasko-Versicherung. Die Teilkasko zahlt bei Diebstahl, Glasbruch, Einbruch oder bei Unwetterschäden. Auch Wildunfälle oder Tierbisse sind in der Kaskoversicherung eingeschlossen. Vollkasko lohnt sich bei Neuwagen. Sie greift auch bei Vandalismus oder selbst verursachten Unfällen.

E-Auto versichern

Durch die neue E-Auto-Förderung kommen derzeit immer mehr Hybrid- oder vollelektrische Fahrzeuge auf die Straße. Einige Versicherer bieten für E-Autos eigene Tarife an, andere bleiben bei den herkömmlichen Policen. Der Preisvergleich von Finanztest zeigt enorme Preisunterschiede. Tipp: auf die Akku-Versicherung achten. Der Akku sollte bis zur Höhe des Neuwerts versichert sein, im Optimalfall für 24 oder 36 Monate. Danach ziehen die Versicherer pro Betriebsjahr 10-20 Prozent vom Neuwert ab.

Weitere Informationen:

Finanztest 11/2020
Finanztipp
Bund der Versicherten

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