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Trekking-E-Bikes im Test

Yvonne Schleinhege   30.05.2018 | 10:20 Uhr

Wer bei den schwülen Temperaturen derzeit mit dem Fahrrad unterwegs ist, kommt richtig ins Schwitzen. Weniger schweißtreibend ist es sicher mit dem E-Bike – da gibt es Dauer-Rückenwind aus der Steckdose. Der E-Bike-Boom in Deutschland ist ungebrochen. Immer häufiger entscheiden sich Radfahrer auch für die sportlicheren Trekking-E-Bikes. Grund für die Stiftung Warentest, sie mal genauer zu untersuchen.

20.000 Kilometer im Dauertest auf dem Prüfstand, dazu 500 Kilometer auf der Radfahrinsel Mallorca. Zwölf Tekking-E-Bikes für Herren mussten sich diesem Praxistest stellen. Die Testergebnisse seien durchaus zufriedenstellend, sagt Nico Langenbeck, Projektleiter bei der Stiftung Warentest. So seien die Testergebnisse durchaus besser als bei den Tests von Tiefeinsteiger-Bikes im vergangen Jahr.

Nur eines bekommt die Note „mangelhaft“

Sechs der zwölf getesten E-Bikes haben insgesamt eine gute Gesamtbewertung bekommen. Nur eines wurde mit „mangelhaft“ nach Hause geschickt. So war beim Hersteller „Raleigh“ die elektrische Sicherheit für die Warentester nicht mehr ausreichend.

Geprüft hat die Stiftung Warentest E-Trekkingräder mit Diamantrahmen, Mittelmotor, Scheibenbremse und 28-Zoll-Rädern. Fast alle Modelle bewiesen auch mit Gepäck Fahrstabilität und gerieten selbst bei nasser Fahrbahn oder flotten Kurvenfahrten nicht ins Schlingern.

Risse im Rahmen

Im Dauertest zeigten sich allerdings Anrisse bei vier Rädern, bei dreien kann das Auswirkungen auf die Sicherheit haben: etwa bei der Gepäckträger-Befestigung, der Schweißnaht zum Steuerrohr. Bei einem E-Bike war der Sattelstütze in Querrichtung gerissen, hier könnte der Sattel abbrechen.

Insgesamt hätten die Trekking-E-Biks allerdings deutlicher besser abgeschnitten als die sonst häufig gekauften Tiefeinsteiger-E-Bikes. Die Tecking E-Bikes hingegen haben bei den Herren die klassische Querstange. Die schweren Motoren sitzen am tiefsten Punkt im Rahmen und bieten so auch bei einer sportlichen Fahrweise mehr Stabilität

Akku und Ladezeiten

Große Unterschiede gibt es bei den Reichweiten und Ladezeiten der Antriebe. Während mit manchen 87 Kilometer zu schaffen sind, ist bei anderen schon nach 61 Kilometern Schluss. Entscheidend seien am Ende aber auch die Fahrweise sowie die Strecke, sagt der Projektleiter der Stiftung Warentest.

Wer sich ein sportliches Trekking-E-Bike kaufen möchte, sollte darauf achten, einen Akku mit 500 Wattstunden Leistung zu kaufen. Wenn dann der Akku über sechs Stunden zum Laden braucht, statt wie bei den anderen Testkandidaten unter vier Stunden, ist das ärgerlich.

Entscheidend ist dabei: Je höher die Ampere-Maßeinheit des Ladegeräts, desto schneller die Ladeleistung. Vier Ampere ist hier die richtige Leistung

Achtung Gesamtgewicht!

Tipp für den Kauf: Unbedingt die geplante Gepäcklast, das Gewicht des E-Bikes und das Eigengewicht des Radlers addieren und mit dem zulässigen Gesamtgewicht vergleichen.

Bei einem Rad im Test, dem KTM Macina Fun, blieben beispielsweise für den Radler bei maximaler Gepäcklast von 25 kg nur noch 74 kg Körpergewicht, um das zulässige Gesamtgewicht von 124 kg nicht zu überschreiten.

Der Verbrauchertipp: Immer mittwochs in der Sendung "Bunte Funkminuten" auf SR 3 Saarlandwelle.

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