Gemüse in Plastikverpackung (Foto: dpa)

Lebensmittel im Sommer richtig lagern

Karin Mayer   27.06.2018 | 11:50 Uhr

Temperaturen um die 30 Grad - da heißt es : aufgepasst in der Küche. Lebensmittel verderben bei hohen Temperaturen schneller. Unser Thema im SR 3-Verbrauchertipp.

Lebensmittel verderben im Sommer schneller als sonst, weil sich Bakterien und Krankheitserreger besonders wohlfühlen und sich dementsprechend stärker vermehren. So verdoppeln sich Salmonellen ab 35 Grad in ganz kurzer Zeit – wer dann nicht aufpasst, hat ein Problem, sagt Barbara Schroeter von der Verbraucherzentrale: "Das kann enorme gesundheitliche Auswirkungen haben – inklusive Fieber oder Schüttelfrost. Gerade für empfindliche Menschen ist das gefährlich."

Beim Einkauf auf Kühlung achten

Aber es ist nun mal heiß im Sommer. Deswegen sollte man den Einkauf richtig planen und darauf achten, dass die Kühlkette nicht unterbrochen wird. Dafür ist es hilfreich, eine Isolier- oder Kühltasche mitzunehmen und dort bei großer Hitze auch einen Kühlakku hereinzulegen. Zudem sollte man bereits beim Einkauf darauf achten, ob die Kühlung stimmt. Die Verbraucherzentralen haben über die Jahre nämlich festgestellt, dass es schon im Supermarkt mit der Kühlung nicht immer richtig klappt. Barbara Schroeter rät: "Jede Kühltheke hat ein Thermometer und darauf kann man schauen, ob die Temperatur zwischen vier und sieben Grad liegt. Das wäre dann für Fleisch eine gute Temperatur."

Vorsicht bei nicht erhitzten Lebensmitteln

Auch wichtig im Sommer ist es, nicht zu viel einzukaufen – denn es muss schließlich alles in den Kühlschrank passen. Besonders kritisch an heißen Tagen sind Fleisch, Fisch oder Eier, bei denen die Schale mit Salmonellen belastet sein kann. Aber: Die meisten Keime oder Bakterien werden durch Erhitzen unschädlich. Wenn Eier also gekocht und das Fleisch gebraten wird, sollte es also keine Probleme geben. Vorsicht gilt aber, wenn man diese Lebensmittel in der Küche hat und zwischendurch noch den Salat putzt. Denn so können die Keime am Ende in der Salatschüssel schwimmen – und der wird nicht erhitzt.

Lebensmittel getrennt behandeln

Daher ist für Barbara Schroeter von der Verbraucherzentrale des Saarland deshalb die wichtigste Regel: "Diese Lebensmittel muss man auch in der Küche getrennt behandeln. Denn sonst könnten sich die Bakterien übertragen und auf anderen Lebensmitteln weiterentwickeln."

Weiter gilt es, die Arbeitsfläche in der Küche schnell zu reinigen und sich die Hände zu waschen, nachdem man Eier aufgeschlagen hat – das sind oft Handgriffe, die man automatisch macht. Sie sind im Sommer aber besonders wichtig.

Der Verbrauchertipp: Immer mittwochs in der Sendung "Bunte Funkminuten" auf SR 3 Saarlandwelle.

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