Die Corona-Krise beflügelt Online-Lieferdienste für Lebensmittel. (Foto: picture alliance/Monika Skolimowska/dpa)

Lebensmittel liefern lassen – Das ist zu beachten

Mit Informationen von Sarah Sassou   15.04.2020 | 12:29 Uhr

In der Schlange vor dem Supermarkt stehen, mit Mundschutz und Gummihandschuhen durch den Laden zu hetzen: Lebensmittel einzukaufen ist im Moment für viele eher ein notwendiges Übel. Das wissen auch die Lebensmittelhändler – viele bieten mittlerweile online oder per Telefon einen Lieferdienst an. Das läuft aber nicht immer rund.

SR3-Verbrauchertipp: Lebensmittel liefern lassen - das ist zu beachten
Audio [SR 3, Sarah Sassou, 15.04.2020, Länge: 06:24 Min.]
SR3-Verbrauchertipp: Lebensmittel liefern lassen - das ist zu beachten

Mitunter kann es dann vorkommen, dass das Paket nicht wie gedacht ankommt. Wenn etwa die Nudelpackung aufgeplatzt oder das Pestoglas zerbrochen ist, sollte man das als Kunde mit einem Foto dokumentieren und Kontakt zum Händler aufnehmen, damit dieser den Mangel beheben kann.

Lieferant darf nachbessern

Etwas schwieriger wird es, wenn Lebensmittel verdorben ankommen oder Tiefkühlware aufgetaut ist. Hier rät die Verbraucherzentrale des Saarlandes dazu, das in einem Video festzuhalten und wenn möglich Mitbewohner als Zeugen hinzuzuziehen. Im Falle einer Essensbestellung bei einem Restaurant sollte man gleich dem Lieferboten Bescheid geben, sofern der noch in Reichweite ist. Der Lieferant hat in jedem Fall die Möglichkeit nachzubessern, auch bei telefonischen Bestellungen. Dafür sollte man Fristen setzen.

Fristen setzen

Lieferzeiten für bestellte Ware hängen wesentlich davon ab, was mit dem Lieferanten vereinbart ist bzw. was er in seinen Lieferbedingungen angegeben hat. Ist die Ware zum vereinbarten Termin nicht da, sollte man beim Händler anrufen oder in anschreiben, verbunden mit der Aufforderung, innerhalb von ein bis zwei Werktagen zu liefern und mit einer Rücktrittsdrohung. Vergleichbares gilt auch für Bestellungen bei Restaurants, die jetzt einen Lieferdienst anbieten.

Retoure nicht immer möglich

Bei der Rückgabe gilt zwar in der Regel ein 14-tägiges Widerrufsrecht, jedoch nicht bei Händlern, die normalerweise nicht auf den Onlineversand ausgerichtet sind, ihre Waren also in der Regel stationär anbieten. Diese sind auf Retouren nicht eingestellt. Auch bei Abos, also regelmäßigen Zusendungen, gilt diese Regelung nicht. Klar ist aber: Die Ware muss einwandfrei sein.

Keine Vorkasse

Hinsichtlich der Zahlungen sollten Kunden nach Möglichkeit nicht per Vorkasse, sondern per Rechnung bezahlen, nach Überprüfung der Ware. Treuhanddienste wie Paypal bieten bei Beanstandungen auch die Möglichkeit, sich das Geld zurückzuholen. In jedem Fall sollte man bei Reklamationen noch einmal mit dem Lieferanten sprechen. Bringt das keine Lösung, hilft die Verbraucherzentrale weiter.

Über dieses Thema haben auch die Bunten Funkminuten vom 15.04.2020 berichtet.

Der Verbrauchertipp: Immer mittwochs in der Sendung "Bunte Funkminuten" auf SR 3 Saarlandwelle.

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