KfZ-Versicherung (Foto: (c) dpa)

Kfz-Versicherung wechseln – das müssen Sie beachten

Sarah Sassou   06.11.2019 | 10:40 Uhr

Für einige Autobesitzer ist jetzt die Gelegenheit, die Kfz-Versicherung auf den Prüfstand zu stellen: Bis zum 30. November kann man die Versicherung wechseln. Voraussetzung: Das Versicherungsjahr muss dem Kalenderjahr entsprechen. Dann kann man zum nächsten Jahr entweder den Tarif oder gleich den Versicherer wechseln.

SR3-Verbrauchertipp: Kfz-Versicherung wechseln
Audio [SR 3, Sarah Sassou, 06.11.2019, Länge: 05:37 Min.]
SR3-Verbrauchertipp: Kfz-Versicherung wechseln

Die Kündigung muss allerdings spätestens am 30. November beim Versicherungsunternehmen eingegangen sein. Da das in diesem Jahr ein Samstag ist, sollte man das Schreiben – wenn man es mit der Post sendet – schon ein paar Tage vorher losschicken. Und sich den Eingang sowie die fristgerechte Kündigung von der Versicherung bestätigen lassen. Sendet man die Kündigung per Fax oder per Mail, ist die Sende- bzw. die Lesebestätigung wichtig. Damit kann man nachweisen, dass die Kündigung rechtzeitig eingegangen ist.

Sonderkündigungsrecht

Die Versicherungen informieren in diesen Wochen ihre Kunden darüber, ob diese im neuen Versicherungsjahr möglicherweise mehr oder weniger für ihre Autoversicherung bezahlen müssen. Wenn Sie ohnehin wechseln wollen, müssen Sie nicht auf dieses Schreiben warten, dann gilt als Stichtag der 30. November. Wenn sich die Konditionen ändern, dann haben Kunden ein Sonderkündigungsrecht. Ab dem Erhalt des Briefes haben sie vier Wochen Zeit, die Versicherung zu kündigen. Kommt der Brief, in dem die geänderten Konditionen aufgeführt sind also am 20. November, läuft die Frist am 19. Dezember ab.

Wann macht ein Wechsel Sinn?

Wenn der Versicherer den Tarif erhöht, sollte man über einen Wechsel nachdenken.  Aber erst, nachdem man das Gespräch mit seinem Versicherer gesucht hat, rät Beate-Kathrin Bextermöller, Projektleiterin bei der Stiftung Warentest. Die Berater würden dann oft nach einem günstigeren Tarif oder sonstigen Möglichkeiten suchen, um den Kunden zu halten – um so Geld zu sparen. Wenn solch ein Gespräch nicht fruchtet, sollte man sich über Konkurrenzangebote informieren.

Überblick verschaffen

Auf dem Markt gibt es zig Autoversicherungen, einen Überblick kann man sich mit Hilfe von Vergleichsportalen im Internet verschaffen, auch in Fachzeitschriften oder bei unabhängigen Versicherungsberatern gibt es Hilfe. Zunächst sollte man sich aber überlegen, wie die aktuelle Ausgangssituation ist. Wie viele Fahrer nutzen das Auto, stimmt die bei der letzten Versicherung angegebene Fahrleistung noch, nutzt man mittlerweile eine Garage? Hat sich etwas geändert, könnte sich das auch beim Preis bemerkbar machen. Um Geld zu sparen, rät Finanzexpertin Bextermöller:

  • Versicherungsrate jährlich zahlen,
  • bei älteren Fahrzeugen Teilkasko auswählen
  • Selbstbeteiligung Teilkasko 150 Euro, Vollkasko 300 Euro
  • Werkstattbindung: Die Versicherung gibt die Reparaturwerkstatt im Schadensfall vor

Wichtig auch: Darauf achten, dass die Versicherungen, die man vergleicht, auch die gleichen Leistungen beinhalten. So lassen sich laut Stiftung Warentest je nach Ausgangssituation mehrere hundert Euro im Jahr sparen.

Vergleichsportale: check24.de, verivox.de, test.de

Der Verbrauchertipp: Immer mittwochs in der Sendung "Bunte Funkminuten" auf SR 3 Saarlandwelle.

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