Ein Mann lässt sich gegen Grippe impfen (Foto: SR Fernsehen)

Grippeschutzimpfung

Sarah Sassou   09.10.2019 | 11:30 Uhr

Herbstzeit ist Erkältungszeit und die Zeit, in der man langsam an eine Grippeschutzimpfung denken sollte. Die gibt es beim Hausarzt und mittlerweile bieten auch viele Arbeitgeber ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die Impfung an. Aber wer sollte sich eigentlich gegen die echte Grippe impfen lassen?

Wer sollte sich impfen lassen?

SR 3-Verbrauchertipp: Grippeschutzimpfung
Audio [SR 3, Sarah Sassou, 09.10.2019, Länge: 06:49 Min.]
SR 3-Verbrauchertipp: Grippeschutzimpfung

Die Ständige Impfkommission (STKO) empfiehlt die Grippeimpfung für bestimmte Risikogruppen. Dazu zählen Menschen über 60, denn wenn Ältere an Influenza, also der echten Grippe, erkranken, ist die Wahrscheinlichkeit größer, dass die Krankheit einen schweren Verlauf nimmt. Es kann sogar zu einer Lungenentzündung und zu Herzproblemen kommen. Laut Robert-Koch-Institut sind die meisten Grippetodesfälle bei Senioren zu verzeichnen.

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Häufig gestellte Fragen und Antworten
zur Grippe und zur Impfung

Auch Schwangere und chronisch Kranke mit einem geschwächten Immunsystem sollten sich impfen lassen, denn auch ihr Immunsystem könnte eine echte Grippe möglicherweise nicht gut verkraften. Auch wer viel Kontakt zu einer Risikogruppe hat, sollte die Impfung wahrnehmen - also auch Eltern oder Partner von Schwangeren.

Empfohlen wird eine Grippeschutzimpfung auch für Pflegepersonal in Seniorenheimen und sonstiges medizinisches Fachpersonal, damit sie ihre Schutzbefohlenen nicht anstecken.

Für jüngere Menschen - Kinder eingeschlossen - verläuft eine Influenza bei gutem Immunsystem in der Regel ohne Komplikationen. Trotzdem sagt die Ständige Impfkommission: Es spricht nichts dagegen, dass sich alle impfen lassen.

Grippeimpfstoff (Foto: SR)
Grippeimpfstoff

Der Impfstoff

In Deutschland zugelassene Impfstoffe gegen Grippeviren sind sogenannte Totimpfstoffe. Sie bestehen aus abgestorbenen Erregern, die sich nicht mehr vermehren können, oder auch aus Bestandteilen davon.

Jedes Jahr muss der Impfstoff noch mal überarbeitet werden, denn das Influenzavirus verändert sich ständig. Wie genau der Impfstoff zusammengesetzt sein muss, entscheidet die Weltgesundheitsorganisation. Sie wertet weltweite Daten aus, um vorauszusagen, gegen welche Virusarten man in der aktuellen Saison vorgehen sollte.

Impfstandard ist seit 2018 ein Vierfachimpfstoff, d.h. er enthält vier verschiedene Virusstämme. So soll eine bessere Wirkung gegen die verschiedenen Virusarten erzielt werden, die in einer Saison zirkulieren.

Jedes Jahr neuer Impfschutz

Weil die Virusarten sich ständig verändern und in der Regel der Impfstoff deswegen auch geändert werden muss, sollte man sich jedes Jahr aufs Neue gegen Grippe impfen lassen. Aber auch für Jahre, in denen sich die Impfstoffzusammensetzung im Vergleich zum Vorjahr nicht geändert hat, empfiehlt die STIKO die erneute Impfung. Denn der Impfschutz nimmt ab, je länger die Impfung zurückliegt. Innerhalb einer Saison ist aber keine Auffrischimpfung notwendig.

Der Verbrauchertipp: Immer mittwochs in der Sendung "Bunte Funkminuten" auf SR 3 Saarlandwelle.

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