Symboldbild: Internetbetrüger (Foto: dpa)

Banking mit Apps

Karin Mayer  

Jeder zweite Deutsche nutzt Online-Banking. Jeder fünfte erledigt Bankgeschäfte mit dem Handy. Worauf man bei Banking-Apps achten sollte, erfahren Sie im SR3 Verbrauchertipp.

Sicherer Zugang

Wer eine Banking-App nutzt, sollte ein sicheres Passwort wählen. Mindestens 8-10 Zeichen sollte es beinhalten inklusive Sonderzeichen, rät Thomas Beutler von der Verbraucherzentrale des Saarlandes. Die App sollte sich zudem aus Sicherheitsgründen nach kurzer Zeit automatisch abmelden, wenn sie nicht mehr genutzt wird.

Vorsicht Phishing

Das größte Risiko sind laut Thomas Beutler von der Verbraucherzentrale des Saarlandes Phishing-Mails, die versuchen an die Bankdaten zu kommen. Betrüger geben sich dann als Bankmitarbeiter aus und bitten um Zugangsdaten. Solche Mails sollte man löschen und nicht beantworten, so Thomas Beutler.

Zwölf Apps schneiden gut ab

Die Stiftung Warentest hat 38 Banking-Apps getestet. Zwölf schneiden gut ab. Die Sparkassen-App liegt sowohl für Android als auch für IOS-Handy auf dem ersten Platz. Laut Stiftung Warentest ist mobiles Banking ebenso sicher wie Online-Banking am PC. Tipp: Apps nur aus offiziellen App-Stores laden und stetig aktualisieren.

Worauf Sie achten können

Immer mehr Apps erlauben den Zugriff auf mehrere Bankkonten. Die Apps von Sparkassen und Volksbanken kann man auch nutzen, wenn man dort kein eigenes Konto hat.

Bei 21 Apps ist eine Fotoüberweisung möglich. Man kann eine Rechnung abfotografieren und das Überweisungsformular füllt sich quasi von selbst aus. Damit vermeidet man Tippfehler. Von Vorteil sind Programme, die auf Tippfehler bei Überweisungen etwa bei der IBAN hinweisen.

Die Bankdaten sind offenbar sicher verschlüsselt. Trotzdem gibt es Banking-Apps, die Handydaten abgreifen und weiterversenden. Es handelt scih dabei um Daten, die nicht für die Bankgeschäfte gebraucht werden. Das Datensende-Verhalten haben die Tester teilweise als kritisch bewertet. Häufig konnte aber keine Bewertung vorgenommen werden.

Kontostand abrufen, Umsätze prüfen

Banking-Apps werden bisher häufig dafür genutzt, um den Kontostand zu prüfen. Viele Apps informieren aktiv über Umsätze. Push-Nachrichten auf dem Handy findet Thomas Beutler von der Verbraucherzentrale nützlich. So wird man schnell aufmerksam, wenn etwas falsch abgebucht wird. Programme, die auf Doppelüberweisungen hinweisen, sind ein Plus.

Weitere Informationen: Finanztest 10/2018

Banking für Senioren

Online-Banking
Große Hürde für Senioren
Die Überweisung kostet extra, der Kontoauszug auch – wer Bankgebühren vermeiden will, steigt um auf Online-Banking. Jeder Zweite hat das laut einer Umfrage der Gesellschaft für Konsumforschung inzwischen gemacht. Aber kann das überhaupt jeder?

Der Verbrauchertipp: Immer mittwochs in der Sendung "Bunte Funkminuten" auf SR 3 Saarlandwelle.

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