Elektrorasenmäher auf Wiese (Foto: pixabay/pexels)

Ohne Kabel, ohne Benzin?

Akku-Rasenmäher im Test

Karin Mayer   27.03.2019 | 09:41 Uhr

Den Feierabend genießen auf dem Balkon und dann schmeißt der Nachbar den Rasenmäher an? Das kann ganz schön laut sein. Ob ein Akku-Rasenmäher ihr Leben ändern könnte? Die Stiftung Warentest hat es ausprobiert.

Nicht wirklich leiser

Wer jetzt geglaubt hat, mit dem Akku-Rasenmäher könnte man heimlich mähen, der irrt sich. Die Geräte werden mit Elektromotoren betrieben, die Messer machen Geräusche, einer ist so laut wie ein Benzinrasenmäher. Im Test liegen die Schallleistungspegel zwischen 87,7 und 92 Dezibel. Der Lauteste kann mit einem Benzin-Rasenmäher mithalten.

Testsieger

Zwei Mal gab’s die Note "gut": die Mäher von Einhell für 380 Euro und Sabo für 630 Euro sind damit die Testsieger bei den Rasenmähern mit den normalen Schnittbreiten. Bei den größeren Schnittbreiten erreicht der Akku-Rasenmäher von Stihl für 880 Euro ein befriedigend und damit schon die Bestnote. Roman Schukies von der Stiftung Warentest spricht deshalb von einem durchwachsenen Ergebnis. Sein Fazit: Akku-Mäher sind Elektro- und Benzinrasenmähern noch nicht ebenbürtig.

Mindestens einen Tennisplatz

Rund 250 Quadratmeter- die sollte jeder Rasenmäher schaffen, glauben die Tester. Ein Mäher schafft das auch nicht, mit zwei Akkus. Pluspunkte sammelt hier Stihl mit einer Reichweite von über 680 Quadratmetern. 

Akkus sind teuer

Zwischen 60 und 280 Euro muss man für einen Akku ausgeben. Grundsätzlich gilt: je teurer, desto mehr Energie kann der Akku speichern. Roman Schukies von Stiftung Warentest empfiehlt deshalb,  teure Akkus sinnvoll zu nutzen, etwa indem man sie für mehrere Geräte mit derselben Spannung einsetzt. Das geht beispielsweise bei einer Heckenschere. Sollte das Gerät zwei Akkus brauchen, sind zwei Ladegeräte sinnvoll. Eine Akkuladung dauert laut Stiftung Warentest bis zu 4 Stunden. Ein Hersteller liefert zwei Ladegeräte mit.

Elf Rasenmäher im Test

Alle Geräte wurden auf trockenem, feuchtem und hohem Gras getestet. Bei trockenem Gras funktionieren die Mäher am besten. Bei feuchtem Gras ist ein Radantrieb hilfreich. Probleme haben Akku-Rasenmäher bei hohem Gras.

Fazit

Akku-Rasenmäher kommen ohne Kabel aus. Das macht das Mähen ein bisschen einfacher. Sie brauchen aber teure Akkus, die teilweise lange Ladezeiten haben. Wirklich leiser sind sie nicht. Zwei Geräte haben gut abgeschnitten. Die Stiftung Warentest hat aber auch viele Mängel festgestellt: bei einem Gerät waren die Akkus schwer zu wechseln, bei einem Gerät hat die Sicherheitssperre nicht funktioniert. Da müssen die Hersteller noch nachbessern.

Weitere Informationen: Test 4/2019

Der Verbrauchertipp: Immer mittwochs in der Sendung "Bunte Funkminuten" auf SR 3 Saarlandwelle.

Artikel mit anderen teilen


Push-Nachrichten von SR.de
Benachrichtungen können jederzeit in den Browser Einstellungen deaktiviert werden.

Datenschutz Nein Ja