Kotanktlose Kartenzahlung an einer Supermarktkasse (Foto: picture alliance/Karl-Josef Hildenbrand/dpa)

Kontaktlos bezahlen

Karin Mayer   01.04.2020 | 10:40 Uhr

Nichts anfassen, wo man sich anstecken könnte. In Zeiten von Corona wichtiger denn je. Kontaktlos bezahlen ist deshalb in wie nie. Wie das funktioniert, erklärt der SR 3-Verbrauchertipp.

So funktioniert’s mit Giro- oder Kreditkarte: 

Symbol auf einer EC-Karte mit einem Funkchip für kontaktloses Bezahlen (Foto: picture alliance/Rolf Vennenbernd/dpa)

Fast alle Karten haben mittlerweile einen NFC-Chip für Nahfeldkommunikation. Ob das der Fall ist, erkennt man am auf aufgedruckten Symbol, bestehend aus 4 Funkwellen. 

Einfach Karte an den Terminal halten: derzeit können Beträge bis 25 Euro ohne PIN und Unterschrift gezahlt werden. Die Kartenbetreiber Visa, Amex, Mastercard und Girocard haben angekündigt, die Beträge für das kontaktlose Bezahlen wegen der Corona Krise auf 50 Euro anzuheben.

Für höhere Beträge muss man die Pin weiterhin eingeben oder eine Unterschrift leisten. Und: der Chip funktioniert nur, wenn er dicht an das Kartenlesegerät gehalten wird. Der maximale Abstand soll laut Zeitschrift Test vier Zentimenter sein. Bezahlen aus Versehen hält ein Experte deshalb für ausgeschlossen.  

Mit Handyapp oder Smartwatch

Das geht mit BankenApps wie Mobiles Bezahlen der Sparkassen oder mit dem Postbank Finanzassisten, aber auch mit Apps von Apple Pay oder Google Pay. Für welche App man sich entscheidet, hängt davon ab, mit welchem Dienstleister die Banken kooperieren. Weitere Voraussetzung: das Handy muss mit einem NFC-Chip ausgestattet sein. Der Vorteil: wird eine Pin fällig, kann man sie auf dem eigenen Gerät eingeben, so Thomas Beutler von der Verbraucherzentrale des Saarlandes.

Gebühren

In aller Regel ist das kontaktlose Bezahlen für Nutzer eines Online-Kontos kostenlos. Am besten beim Einrichten der Bezahl-App bei der Bank nachfragen. Informationen findet man auch auf der jeweiligen Homepage der Bank.

Datenschutz

Wer auf einen Dienstleister setzt, sollte beim kontaktlosen Bezahlen darauf achten, was mit den Daten passiert. Das gilt besonders bei Drittanbietern. Thomas Beutler von der Verbraucherzentrale des Saarlandes rät deshalb auf die App der eigenen Bank zu setzen. Sie weiß ohnehin über den Zahlungsverkehr Bescheid und gibt die Daten nicht an Dritte weiter.

Falsche Abbuchung und Handy-Diebstahl

Falls etwas falsch wird, kann man das Geld von der Bank zurückbuchen lassen. Je nach Karte gilt dafür eine Frist von sechs bis acht Wochen. Voraussetzung dafür ist, dass die Kartenumsätze regelmäßig kontrolliert werden. Noch wichtiger als bisher: bei Diebstahl schnell die Karte sperren lassen oder die App deaktivieren. Am besten vorher mit der Bank sprechen, worauf man achten muss. Der Sperr-Notruf 116116 gilt auch in diesem Fall.

Mehr Nutzer

Nach Angaben des Sparkassenverbands im Saarland wurde ein Drittel der Girocard-Zahlungen im Dezember kontaklos abgewickelt. Im Februar war es bereits knapp die Hälfte. Im März erwarten die Sparkassen, dass die Nutzung auf über 50 Prozent steigt.

"Gut zu wissen" - immer mittwochs in der Sendung "Bunte Funkminuten" auf SR 3 Saarlandwelle.

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